OPAK | wir müssen reden

SIMON REYNOLDS AM 17. OKTOBER IM HAMBURGER GOLEM


 
Wir leben in einem Zeitalter des Pop, das völlig verrückt ist nach ständiger Erinnerung: Wiedervereinigungen von Bands und endlose Reunion-Touren, umfangreiche Wiederveröffentlichungen von Klassikern, mit Outtakes vollgestopfte Box-Sets, Neuverfilmungen oder Fortsetzungen sattsam bekannter Filme, Nostalgie-Shows und Bildbände über drittklassige TV-Stars aus der Kindheit.
Nur: Was wird passieren, wenn der Popindustrie die Vergangenheit ausgeht? Steuern wir auf eine Art kulturell-ökologische Katastrophe zu, wenn das Archiv restlos geplündert und der Strom der Popgeschichte endgültig versiegt ist?
Simon Reynolds, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Musikjournalisten, behauptet, dass wir längst den kritischen Punkt überschritten haben. Auch wenn sich in früheren Dekaden obsessiv mit der Vorzeit auseinandergesetzt wurde, nie zuvor war eine Gesellschaft so besessen von den kulturellen Produkten ihrer unmittelbaren Vergangenheit. “Retromania” ist das erste Buch, das sich mit der Retro-Industrie beschäftigt und fragt, ob wir uns von den Versprechen des Pop – Originalität, Innovation und Subversion – einfach verabschieden müssen und wie die Zukunft einer Popkultur aussieht, die in einem Kreislauf aus Sampling, Wiederholung und Musealisierung gefangen zu sein scheint?

Simon Reynolds, 1963 in London geboren, ist Kulturjournalist mit Wahlheimat New York. Neben dem Standardwerk über die Post-Punk-Ära “Rip It Up And Start Again” veröffentlichte er Bücher u.a. über Techno- und Ravekultur, Gender im Rock und schreibt für New York Times, Village Voice, Rolling Stone und The Wire.

Präsentiert von “Die Untüchtigen”, “Strips & Stories” & “OPAK”
Einlass 19:30 Uhr – Beginn 20:00 Uhr
Eintritt 8 €

TEXT: Redaktion | RESSORT: Präsentationskorb
10. Oktober 2012 | 51 Kommentare





FÄLLT AUS: 16.09. DIETMAR DATH & BARBARA KIRCHNER

Aus gesundheitlichen Gründen fällt der Abend zum Implex im Hamburger Golem leider aus. Die Veranstaltung wird nachgeholt, wir halten euch auf dem Laufenden.

TEXT: Redaktion | RESSORT: Literatur, Präsentationskorb, Unterwegs
14. September 2012 | 18 Kommentare





“YOU ARE HERE FESTIVAL” AKA THE MAZE, BERLIN

Ab dem kommenden Wochenende findet in Berlin die einzigartige “You are here” aka The Maze Ausstellung statt. In Kollaboration mit Berliner VeranstalterInnen und Künstlern zieht das New Yorker Künstlerduo TROUBLE für fast einen Monat ins West Germany am Kottbusser Tor ein, wo ein Labyrinth gebaut wurde, welches den gesamten Laden bestimmt.
 
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An verschiedenen Abenden wird das Labyrinth von verschiedenen Hosts mit Bands und Künstlern bestückt, u.a. finden sich Dirty Beaches, Justine Electra, Jim Avignon und Aidan Baker unter den Gästen.
 
Das ausführlich Programm findet sich unter berlinmaze.tumblr.com.

TEXT: Redaktion | RESSORT: Präsentationskorb, Unterwegs
10. September 2012 | 57 Kommentare





SALON FÜR GRÖSSENWAHN UND KATERPOESIE, 16.09.

Barbara Kirchner und Dietmar Dath stellen “Der Implex” vor und diskutieren das Buch mit Thomas Ebermann

42264Ein Buch wie ein Pflasterstein: Nichts weniger als Geschichte und Idee sozialen Fortschritts ist Thema der Anfang des Jahres erschienenen Mammutstudie „Der Implex“ von Barbara Kirchner und Dietmar Dath. „Der Implex“ ist ein wilder Ritt durch die neuzeitliche Politik-, Philosophie-, Kunst- und Kulturgeschichte. Es geht ums Ganze: Wir starten mit der Relektüre der Ursprungsdebatten über Aufklärung, ihre Widersprüche und ihr Potential, es folgen Kritische Theorie, Regenwaldabholzung und Fukushima, Liebe, Fernsehen, Queer Theory, Polyamorie, Lohnarbeitskritik, l’art pour l’art – die Fülle des zusammengetragenen Materials ist so überbordend wie der sprachliche Ausdruck virtuos. Marx, Engels, Lenin, Rosa Luxemburg, Ernst Bloch, Judith Butler stehen neben “Buffy, the Vampire Slayer”, Tim und Struppi, H. P. Lovecraft, Stephen King sowie unzähligen deutlich weniger bekannten Autoren und Künstlern. Dass Dath und Kirchner in ihrem “Roman in Begriffen” dabei die Balance zwischen einschüchternder Belesenheit, eigenwilligen Zick-Zack-Theorien und rhetorischer Dringlichkeit halten, ist das literarische Kunststück des Buches.

Implex – der Begriff stammt von Paul Valéry und meint in etwa den Spielraum des Möglichen im Gegebenen, verborgene Potentiale des Wirklichen. Es geht also nicht nur um diese Welt. Es geht auch darum, was nach ihr kommt, bereits in ihr steckt, was aus ihr gezogen, wie sie weitergedacht werden kann. Dazu müssen Denkschemata überwunden, aber auch bestimmte Handlungen ausgeführt werden. Sagen wir mal: Revolutionen.

Im Rahmen des OPAK Salons für Größenwahn und Katerpoesie, stellen Barbara Kirchner und Dietmar Dath den Implex im Hamburger Golem vor und diskutieren das Buch mit Thomas Ebermann. Um 20 Uhr geht’s los.

TEXT: Redaktion | RESSORT: Allgemein, Präsentationskorb, Unterwegs
5. September 2012 | 95 Kommentare





VON DER THEORIE ZUR EKSTASE

Die quasi-religiöse Erfahrung in der Musik, erklärt über ein griechisches Drama. Julia Holters Album ,Ekstasis‘ ist Wissen und Fühlen und von keinem zu viel.
 
„Euripides war für mich weniger Vorlage als Motiv. Ich habe einzelne Textzeilen genommen und sie dann in meinen Songs verwendet. Die Frage ist doch: was kann ich von dem Drama – nach der Übersetzung und mit dem historischen Abstand – überhaupt noch verstehen? Für mich sind diese Texte Darstellung ganz grundlegender menschlicher Situationen – versetzt in eine Götter-Gesellschaft.“ ,Godess Eyes I‘, ein Duett mit der Elektronik, ist das Lamento einer Göttin, die nicht mehr weinen kann: „I can see you but my eyes are not allowed to cry“. „Was mich daran fasziniert hat, war diese Kaskade der Verzweiflung; es gibt keine Auswege, alles ist bestimmt, wie in einem Tableau.“
 
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TEXT: Redaktion | RESSORT: Feature, Musik
20. August 2012 | 11 Kommentare





KEINER WEISS MEHR – 12.08. FESTSAAL KREUZBERG


Julia Hummer
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TEXT: Redaktion | RESSORT: Unterwegs
16. August 2012 | 4 Kommentare





MELANCHOLIE UND PROTEST

In dieser Woche beginnt das Kampnagel-Sommerfestival in Hamburg. Ein Highlight, auf das wir uns freuen, ist das Doku-Theaterstück „Melancholie und Protest“ von Lola Arias. Nach der Geburt von Lola erkrankte ihre Mutter an einer postnatalen Depression. Die Frage nach dem „Warum?“ führt die Theatermacherin in die Geschichte Argentiniens zurück: Ihr Geburtsjahr 1976 trifft mit dem Militärputsch zusammen. Lola zeigt, wie unscharf die Grenzen zwischen dem Privaten und dem Politischen verlaufen. Wir hatten Gelegenheit, mit ihr über das „poetische Dokumentartheater“, die Inszenierung von Erinnerung, Protestbewegung und Diebstahl zu sprechen.
 
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Dein dokumentarisches Theater ist immer sehr direkt: es steht nicht das recherchierte Material im Vordergrund, sondern die darstellenden Personen erzählen ihre authentischen Geschichten innerhalb des Kunstrahmens Theater. In deinem Theaterstück „Melancholie und Protest“ gehst du einen Schritt weiter. Zum ersten Mal stehst du selbst auf der Bühne und erzählst von deiner Mutter. Was war das für ein Erlebnis für dich?
 
Die Art des dokumentarischen Theaters, das ich mache, verfolgt nicht das „Experten des Alltags“-Konzept, wie das zum Beispiel das Rimini-Protokoll macht. Was mich interessiert, ist reenactment. In diesem Fall zur Militärdiktatur in Argentinien. Unterschiedliche Protagonisten erzählen unterschiedliche Geschichten, es ist aber auch kein klassisches Dokumentartheater, sondern poetisch-dokumentarisch. In dem reenactment gibt es nämlich auch viel Absurdes und es geht ausschließlich um Sachen, die in der Erinnerung stattfinden. Hier weiterlesen »

TEXT: Redaktion | RESSORT: Literatur
9. August 2012 | 40 Kommentare





DIESEN SONNTAG: BRINKMANN ABEND IN BERLIN

Eine Einnerung in eigener Sache: Am kommenden Sonntag findet im Festsaal Kreuzberg Berlin unser Rolf Dieter Brinkmann-Abend statt. Karten gibt´s bei KOKA36 und an der Abendkasse.
 
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Freitag und Samstag ist das “Ensemble” bereits in Hamburg und Cloppenburg zu sehen.
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TEXT: Redaktion | RESSORT: Allgemein, Literatur, Unterwegs
9. August 2012 | 11 Kommentare





ENDLICH: OPAK GOES COLOGNE

Berlin, Hamburg, Berlin, Hamburg. … Warum eigentlich immer nur Berlin und Hamburg? Gute Frage!

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Da Köln bisher bei OPAK-Feiereien immer den Allerkürzesten zog, machen sich sämtliche Hamburger und Berliner OPAK-Redaktionsmitglieder, Autoren und Freunde am 24. August auf in die Domstadt mit Herz. Hier werden ein schnuckeliger Hinterhof und ein fluffiger Gewölbekeller am Rathenauplatz zur Partylocation.

Als musikalischer Liveact konnte die Kölner Superband „Xul Zolar
gewonnen werden. Für die restliche Beschallung sorgen DJ Julian von Vimes und DJ Ratte (der anders als vielleicht vermutet, keine Punkhits auflegen wird) – an den Plattentellern geht es wohl eher elektronisch zu.

Wann und Wo?
Am 24. August in der Roonstraße 37 (Eingang ist ein Hinterhof neben der fiesen Roonburg), gefeiert wird ab 22 Uhr.

Kommet in Scharen, wir freuen uns!

TEXT: Redaktion | RESSORT: Allgemein
26. Juli 2012 | 5 Kommentare





MUSIK IST KEINE KUNST, SONDERN DIE LÖSUNG VON PROBLEMEN

Kurz vor Release von „Highlight“, dem neuen Album der Band Bratze, hatten wir Gelegenheit, mit Kevin Hamann und Norman Kolodziej zu sprechen. Beide sprechen Norddeutsch, fast jedes „t“ klingt nach einem doppelten „d“. Norman ist zum Interviewzeitpunkt mit Vorkehrungen für eine US-Tour mit Captain Capa beschäftigt, Kevin kommt zu spät – der Alltag…
 
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Foto: Sophie Krische
 
Kevin, du scheinst einen anstrengenden Job zu haben.
 
K: Ich bin als Musiker in der Barner 16 angestellt, einer Hamburger Einrichtung, in der ungefähr 80 Menschen mit und ohne Handicap arbeiten. Hier weiterlesen »

TEXT: Lucia Newski | RESSORT: Allgemein, Musik
25. Juli 2012 | 101 Kommentare





TICKETS FÜR´S GREENVILLE FESTIVAL, 27.-29.07.

Vom 27. bis 29. Juli findet in Paaren bei Berlin einmal mehr das Greenville Festival statt. Und ein Fest bei dem Iggy & The Stooges UND Deichkind spielen? Gefällt uns.
 
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Deshalb verlosen wir auch Karten. Hier weiterlesen »

TEXT: Redaktion | RESSORT: Musik, Unterwegs, Win-win-Situation
17. Juli 2012 | 18 Kommentare





AUF TOUR: EMANUEL AND THE FEAR

OPAK präsentiert die Tour der US-Amerikaner Emanuel And The Fear, die erstaunlich mitreißenden und orchestralen Indie-Folk-Pop spielen und eine ganze Weile durch Europa gurken, erst im August, dann nochmal mit Denis Jones im Oktober:
 
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TEXT: Redaktion | RESSORT: Unterwegs
12. Juli 2012 | 15 Kommentare