Unsere letzte Abhandlung eines Nummer Eins Hits 2011: Der nächste Hit der Stones und seine kaltschnäuzige Diagnose. Das Jahr 1966 macht erst einmal so weiter, wie 1965 aufhörte; scheinbar vermochte sich niemand zwischen Schlager und Rock zu entscheiden. Vermutlich musste das aber auch kaum jemand.
Ein Grund dafür könnte gewesen sein, dass es noch niemand für nötig befand, einer jeden, möglichst kleinen Zielgruppe klar zu machen, was sie auf keinen Fall kaufen dürfe. Hier weiterlesen »
Durch allerhand Anekdoten und Anmerkungen garniert sowie Kommentiert durch den Herausgeber Chris Hirte, der ebenfalls der Lesung beigewohnt hat.
Livemitschnitt aus dem GOLEM (Hamburg) vom 18.12.2011
Gelesen von Philipp Meier von Rouden
15 Jahre lang, von 1910 bis 1924, hat Erich Mühsam, der berühmteste deutsche Anarchist, sein Leben festgehalten: ausführlich, stilistisch pointiert, schonungslos auch sich selbst gegenüber und niemals langweilig. Was diese Tagebücher so fesselnd macht, ist der wache Blick des Weltveränderers. Mühsam wollte Anarchie praktisch ausprobieren. Anarchie hieß für ihn: Leben ohne moralische Scheuklappen, ohne Rücksicht auf Konventionen – und er bewies, dass es geht. Hier weiterlesen »
Rudolph, der Weihnachtsmann,
stellt sich nicht zimperlich an,
wenn sein leuchtender Bart
am ewigen Geburtstag
leuchtet und schimmert
und der rote Sack voller Cola
auf dem Rücken wimmert
wie die Gedichte der Kinder
unter der Knute der Rute.
Er reitet auf seinem dicken Bauch
durch alle Schornsteine
und Heizungsrohre auch.
Rudolph, der Weihnachtsmann,
kommt Weihnachten meist gut an.
Nein, fein säuberliches Differenzieren und ehrfürchtige Traditionstreue sind keineswegs ihre Tasse Tee. Hier weiterlesen »
Ein Klassiker des Genres: Roy Black. Ebenfalls ein Klassiker des Genres: “Ganz in Weiss”, sein größter Hit.
Wer hätte das gedacht: Titel mit Ursprung in der BRD waren 1966 auf den vorderen Plätzen der Charts etwas Seltenes. Zu einem solchen Erfolg gehörte Einiges, mit Glück allein ließ sich da nichts ausrichten. Dieses aber beschränkt sich im Schlagergeschäft ja eh nur auf die Auswahl der Interpreten, der Rest ist Handwerk. Hier weiterlesen »
So wie auf dem Bild hier sah der Berliner “Heimatabend” im letzten Jahr aus.
Ein Blick auf das Lineup für das 2011er-Fest und schnell wird klar: Es wird mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit nicht unbedingt leerer werden:
DIE STERNE (Live)
MONSIEUR BONAPARTE (DJ SET)
BERLINER KNEIPENCHOR (Live)
WINSON (FluxFM)
AEROFLOTT
“Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muss und dort, wo man Dich vermisst, wenn Du nicht da bist. Heimat ist die Bushaltestelle, das Kinderzimmer, der Club mit den doofen Türstehern. Heimat ist deine Freundin und dein Freund, ist Kebab und Maultasche. Heimat ist Rave und der Kapuzenpulli deines Fußballvereins.”
Heimat ist auch im Festsaal Berlin und zwar am 10. Dezember 2011.
Wir verlosen 2×2 Tickets. Schick einfach eine Mail an senta.best@opak-magazin.de. Und hab dann noch Glück!
10. Dezember 2011, Festsaal Berlin
Einlass ab 22.00 Uhr / Beginn: 23.00 Uhr
Eintritt: VVK 10€ / AK 12€
Und sie tun es schon wieder: David Lemaitre (BOL) und Deep Sea Diver (DE) gehen ein zweites Mal in 2011 auf “Aquatic Life Expedition”. Und wozu sollen wir hier viele Worte verschwenden, wenn es dazu doch ein wunderbar passendes Video gibt:
Das bolivianisch-deutsche Bandollektiv ist an folgenden Orten unterwegs:
08.12. Landau – Das Haus
09.12. Biberach – Abdera
10.12. Darmstadt – Wohnzimmerkonzert (Bedroomdisco)
11.12. Erfurt – Museumskeller
12.12. Görlitz – Sternwarte
13.12. Berlin – Frollein Langner
14.12. Hamburg – Astra Stube
15.12. Hannover – GUT e.V.
16.12. Haldern – Haldern Pop Bar
17.12. Köln – Motoki Wohnzimmer
19.12. Göttingen – APEX
20.12. Mainz – Schon Schön
21.12. Karlsruhe – Café NUN
22.12. Schwäbisch-Hall – Schwerpunkt Glück
Winken die Worte nach innen,
was werden sie nur finden?
- ein Haus in den Frühling oder
das geteilte Echo der Verzweiflung?
Distanzen, länger als alle Gedanken,
nicht wie früher, als noch Sonne war
im Blick, als noch Herzen rhythmisch herrschten.
Und ein und aus gingen die Zeilen, nie
versiegend sondern Wurzeln treibend.
Eine Epoche in Gesang herrlich wie nie,
sonnambulant sich nie sättigend, denn
der Horizont war nicht wollern, wollte
es sein, ein hochtrabendes Märchen.
Heute geht nur Geld und es geht aus.
Aus dem alten Land ritt einst ein junger Dichter mit Hut im Gesicht in die große Stadt ein. Er wollte Lyrik, Liebe und Leidenschaft in die leeren Augen der Moderne pflanzen und tief und bohemistisch wie ein Werther leben und lieben, dichten und denken. Hier weiterlesen »
Jeden Sonntag gibt’s einen Hit. Heute tanzen wir, Humpeldipolter!, Polka im Kuddelmuddel des Lebensgefühls!
Der Liedschatten wird sich in den kommenden Folgen teilweise mit Inhalten diverser Ramschcompilations befassen, deren Anpreisung mit dem Versprechen, das „Lebensgefühl einer Generation“ zu präsentieren, gehörig auf die Nerven gehen kann, selbst dann, wenn man gar nicht zur Zielgruppe gehören sollte. “Lebensgefühl” auf vier CDs, das schaffen sicher nicht mal satanistische Blackmetaller mit gaaaaanz enger Weltsicht. Und überhaupt, da war doch sicher noch mehr in dem Leben des Einzelnen als seine Jugend, die ist kurz, die Reu’ aber lang… wobei, das wird halt einfach die Nostalgie sein. Kann dagegen nicht mal was getan werden? Nein? Und wenn ich morgen noch mal frage, so in der Art “Ach, wisst ihr noch, wie schön es war, als ich gestern fragte, ob die Nostalgie nicht mal abgeschafft werden könne…”… Auch nicht? Hier weiterlesen »
Als im Sommer 2010 nach gut zehn Jahren zwei neue Oval-Veröffentlichungen in den Regalen standen, war die Irritation stellenweise doch recht groß. Anstelle der pulsierenden, kleinteiligen Clicks und ratternden Störgeräuschen bestimmten plötzlich übereinander stolpernde Melodie-Fragmente und Obertonkatarakte das Klangbild. Selbst klassische Schlagzeug-Sounds fanden ihren Weg in die Tracks. Was sich damals als drastischer Bruch zeigt, wird durch das neueste Oval-Album „DNA“ ein Stück weit revidiert. Hier weiterlesen »
Die älteren unter den Lesern werden sich womöglich erinnern: An das Interview mit Barbara Vinken in Opak#9. Verdammich noch eins, was war das schön illustriert! Oder?
Die Zauberfrau hinter dem Stift heißt Lilli Gärtner. Wie, warum und wen sie illustriert? Das kann man jetzt schön selber herausfinden, denn Lilli Gärtner hat ein Buch verschönert. Und das wird in Hamburg ordentlich zelebriert. Das Buch trägt den brutalen Titel „Todkehlchen“, und betextet hat es Jens O. Brelle. “Todkehlchen” handelt von einem Jungen, der sein Ich sucht. Mithilfe von Tieren, dem Wald und dem Tod, auwei!
Am Freitag findet im „Magazin“ in Hamburg eine Releaseparty zu Ehren des Autors, der Illustratorin und dem ganzen Rest statt. Musik von Niklas Froese gibt es auch. Und Getränke. Kommt alle!
Am Ende des Jahres 1965 steht eine ungern geteilte Wolke. Darauf: die Stones mit einem ihrer besten Songs.
Erleichtert und ein wenig beschwingt geht es ins Jahr 1966 (schrieb ich so etwas nicht bereits anlässlich des Jahreswechsel ‘64-’65? Egal.). Beinahe scheint es, als sei Schlimmes überstanden worden, als könne die Zukunft, sprich, die Vergangenheit, oder aber die Zukunft der Vergangenheit, also der damaligen Gegenwart, immer besser geworden sein. Oder sie schien immer nur besser werden zu können, es blieb zu erwarten, sie werde immer besser werden und sein als ihre vorhergegangene Gegenwart, die aber gleichfalls Vergangenheit ist, so wie ihre Zukunft, also… ähem, nein. Nein. Hier weiterlesen »