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SNIPPETSTORY #04

Entwurf, Bruchstück, Umriss.
Was daraus geworden ist, bleibt hier nebensächlich. Irgendwann einmal hat die Skizze etwas bedeutet, sie wurde von Umständen ausgelöst – im besten Fall erinnert man sich daran. Eine Snippetstory, dieses Mal von R. Schlepp.

rschlepp

Man muss sich mich als glücklichen Menschen vorstellen. Zumindest vor ziemlich genau einem Jahr war das so. Was da los war? Nach langer Quälerei hatte ich endlich gekündigt. Ich ging in meinen Raum und nahm etwas auf. Ein Schnipselchen davon ist hier zu hören. Wie gut meine Laune war!

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TEXT: R. Schlepp | RESSORT: Musik, Snippetstory
5. Februar 2010 | Keine Kommentare




SNIPPETSTORY #03

Entwurf, Bruchstück, Umriss.
Was daraus geworden ist, bleibt hier nebensächlich. Irgendwann einmal hat die Skizze etwas bedeutet, sie wurde von Umständen ausgelöst – im besten Fall erinnert man sich daran. Eine Snippetstory, dieses Mal von The Dance Inc..

nachtfahrt

Die Skizze zu dem Song “Stadtbahn” entstand irgendwann 2006, als wir für einen Walter Mehring Abend im Hamburger Polittbüro probten. Wir haben ihn nur dort live gespielt und wollten ihn doch weiter ausbauen, ein “richtiges” Dance Inc.-Stück daraus machen, woran wir scheiterten. Dann kamen die Aufnahmen zu unserem ersten Album, Touren, andere Songs und das Lied verschwand aus unserem Gedächtnis. Nicht einmal die Originalspuren existieren mehr, die sind auf alten Festplatten verschollen. Wenn ich jetzt Mehrings Worte höre, kommt es mir vor, als würde ich durch ein Fenster in ein vergangenes, mein eigenes Leben zurückblicken. Da bin ich froh, dass der Song unvollendet blieb: So ist die Erinnerung an die Zeit präzise und ohne weitere Geschichte, die den Ursprung, zwei Jungs in a room und ein Klavier, überdeckt.

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TEXT: The Dance Inc. | RESSORT: Musik, Snippetstory
21. Dezember 2009 | 3 Kommentare




SNIPPETSTORY #02

Entwurf, Bruchstück, Umriss.
Was daraus geworden ist, bleibt hier nebensächlich. Irgendwann einmal hat die Skizze etwas bedeutet, sie wurde von Umständen ausgelöst – im besten Fall erinnert man sich daran. Eine Snippetstory, dieses Mal von Stefan Sandrock.

sandrock snippetstory

Wir hatte die Zeit unseres Lebens, ein Junge beschmierte meine Stiefel mit Erbrochenem. Ich sah auf ihn nieder und grinste. Ein Zwerg kam auf uns zu gerollt und wollte uns zwischen den Fingern lecken. Wir lachten ihn aus.
Als die Feuerwehr eintraf hatten wir gerade genug Lösch- und Zeitungspapier gefunden, um ein Feuer zu machen. Es fehlte nur das Feuerzeug. Wir durchsuchten unsere Taschen. Einer der Feuerwehrmänner drängt uns zur Seite. “Lasst mich mal, Kinder!”, sagte
er. Im nächsten Moment brannte die Straße lichterloh.
Keiner von uns wir das je vergessen.

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TEXT: Stefan Sandrock | RESSORT: Musik, Snippetstory
22. November 2009 | Keine Kommentare




SNIPPETSTORY #01

Entwurf, Bruchstück, Umriss.
Was daraus geworden ist, bleibt hier nebensächlich. Irgendwann einmal hat die Skizze etwas bedeutet, sie wurde von Umständen ausgelöst – im besten Fall erinnert man sich daran. Eine Snippetstory, dieses Mal von Nikolai Potthoff.

snippetstory 01

Es gab da diese Zeit, als plötzlich lustige kleine Plastikaffen wie verrückt aus dem Urwald abgehauen sind. Erst kamen die grauen und braunen, dann hellbraune und pinke….und angeblich gab es auch einen weißen, aber dieses Gerücht wurde wahrscheinlich nur gestreut, um mir ein schlechtes Gefühl zu geben. (Man müsste bei Oliver Korittke nachfragen, in dessen sicherlich eigens gebautem Affenzimmer angeblich einer stehen soll.)

Als der UNKLE-Schuh designt wurde, gesellte sich das Glück auf meine Seite. Mein Freund – übrigens der gleiche, der die Affen aus dem Dschungel gerettet hatte – reservierte mir ein Paar dieser streng limitierten Auflage. Na dann, schnell den Schweiß von der Stirn gewischt und die Schuhe dann doch nicht getragen, weil sie einfach wahnsinnig hässlich waren.

Der kleine James Lavelle- bzw. UNKLE-Mikrokosmos wurde langsam und nicht aufhaltbar zu einem Makrokosmos. Das Album „Psyence Fiction“ mit all seinen Gästen hatte in der Welt der elektronischen Musik genauso wie in der Indiehölle seine Spuren hinterlassen. Und, zugegeben, bei mir etwas zu tiefe! Da sah mein Kopf aus, als wäre James Lavelle persönlich einige Monate Langlauf in meinem Gehirn gefahren. Ich konnte mich nicht wehren, ins Studio zu gehen und genau das zu produzieren, was ich jeden Tag hörte. Und wie begeistert ich war, dass es sich fast genauso anhörte, sich der gleichen Stimmung bemächtigte! Viele große Gesten. Sehr groß. Fertig. Ab in die digitale Schublade.

Und jetzt ein letztes Mal hervorgekramt und festgestellt, wie schade es ist, dass UNKLE es eh schon gemacht haben. Oder will da noch jemand drauf singen? Thom Yorke hatte leider keine Zeit…

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TEXT: Nikolai Potthoff | RESSORT: Musik, Snippetstory
28. Oktober 2009 | 1 Kommentar