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OPAK #05 – DAS HEFT

 

TEXT: Redaktion | RESSORT: Heft, OPAK #05
29. Mai 2010 | 4 Kommentare




ALBUM DER AUSGABE – BROKEN SOCIAL SCENE

BSS_FORGIVENESS ROCK RECORD_smallWenn das Arts and Crafts Movement im ausgehenden 19. Jahrhundert der Nährboden war, aus dem sich Jugendstil, Werkbund und das Bauhaus entwickeln sollten, so könnte man in schiefem Analogieschluss sagen, dass das in Montreal ansässige Arts&Crafts-Label im frühen 21. Jahrhundert die Bedingungen schuf, unter denen eine Band, ein Künstlerkollektiv, ach was, eine Großfamilie wie Broken Social Scene erst entstehen konnte. Und ähnlich, wie jenes historische Arts and Crafts Movement das Ornamentale, das Florale ersann (oder sich zumindest darauf zurückbesann), um schließlich in so etwas Ungeheurem wie der klassischen Moderne zu gipfeln, verhält es sich auch mit Broken Social Scene, die sich nie im bloß Dekorativen bescheiden. Auch wenn das Bild des Organischen, des Wildwuchses, des Mäandernden ihrem Songwriting bereits in die DNS eingeschrieben scheint – Broken Social Scene sind eine moderne Band auf der Höhe der Produktionsmittel. Verlassen wir an dieser Stelle die Kunstgeschichte.
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TEXT: Markus Göres | RESSORT: OPAK #05, Reviews
28. Mai 2010 | 5 Kommentare




ERICH MÜHSAM –
KEIN LAMPENPUTZER
LESUNG UND KONZERT MIT HARRY ROWOHLT, THOMAS EBERMANN, FRANK SPILKER, KNARF RELLÖM UND MANUEL SCHWIERS

Ein Hinweis in eigener Sache. Gemeinsam mit unseren Freunden von Jungle World und amSTARt veranstalten wir dieses Spektakel. Unterm Poster findet ihr weitere Infos und links. Kommt zahlreich!

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Erich Mühsam: Begnadeter Schüttelreimer, Münchner Räterevolutionär, Bohemien, langjähriger Festungshäftling, Kabarettist, Anarchist, Caféhausliterat, von den Nazis im KZ ermordeter Jude. Wohlmeinende Ratschläge, er solle sich doch besser festlegen, ob er Künstler oder politischer Aktivist sei, ergingen häufiger an ihn. Von Frank Wedekind zum Beispiel: „Sie reiten stehend auf zwei Gäulen, die nach verschiedenen Richtungen streben; sie werden Ihnen die Beine auseinanderreißen.“ Mühsam verwarf solchen Rat: „Immer, wenn man mich einen Don Quichote nannte, wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“

Harry Rowohlt und Thomas Ebermann lesen szenisch und begleiten Mühsams Leben literarisch, Frank Spilker, Knarf Rellöm und Manuel Schwiers spielen die Musik dazu, vertonen seine Gedichte – und spielen manchmal auch eigene Songs.

Sowohl Publikum als auch Rezensenten waren bislang begeistert, hier ein Beispiel aus der SZ:

„Ein herrliches Paar saß da auf der Bühne: der zauselig-marxbärtige Vorleser Harry Rowohlt und der norddeutsche Nüchternheit verströmende Thomas Ebermann, der trocken bellend einfiel. Knarf Rellöm und Frank Spilker („Die Sterne“) holten dazu Mühsams Gedichte mühelos in die Gegenwart, besangen „Bürgers Alpdruck“ – „Wo kein Kredit, da kein Profit“ – und forderten Mitgrölhit-verdächtig: „Gebt mir Schnaps!“ Heraus kam eine unprätentiöse, unterhaltsame, kluge und berührende literarische Biografie.“

Tickets gibt es an allen bekannten VVK-Stellen oder hier. Hier wiederum findet ihr weiterführende Infos, Video Clips und Pressestimmen.

TEXT: Redaktion | RESSORT: Hausmitteilungen, OPAK #05, Präsentationskorb, Unterwegs
17. Mai 2010 | 16 Kommentare




DIE STIMMEN VON ODDSAC

ODDSACDas im Juni erscheinende „visual album“ von Animal Collective, „ODDSAC“ USA 2010, 53 min, R: Danny Perez), war zuerst in New York zu sehen. Derick Rhodes war dort und sprach mit Danny Perez, dem Regisseur. Lesen Sie hier die englischsprachige Originalversion des redaktionell bearbeiteten und gekürzten Textes aus OPAK #5.
Weiterführende links inklusive.

Allow me to generalize, and then to be specific, and then to generalize again.

There are times at which a work of art may move you deeply, or cause great consternation, or take you somewhere you never imagined going, and there are also times when a work of art may frighten you, or make you more secure, or give you reason to believe that you, alone, have a been allowed into a secret-but-completely-imaginary club.

This might be one of the above times for you. Or maybe not. If I could decide for you – on your behalf – I would say to keep an open mind, just in case.
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TEXT: Derick Rhodes | RESSORT: Film, OPAK #05
3. Mai 2010 | 10 Kommentare




NIETZSCHE UND ZWEI, DREI SEINER BEWUNDERER

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Ulrich Holbein mit Apollo-Uwe und Dionys-Werner auf einer Reise zum Geburtsort der Tragödie.

Hier
findet sich der vollständige Text der gekürzten Version aus OPAK #5 als PDF. Es treten auf: Herbert„Zeitblom“ Müller, Dr. Zelinsky sowie Dr. Burgauner alias Alois Prossmann.
Von Ulrich Holbein erscheint demnächst im Elfenbein Verlag „Bitte umblättern! Einhundertelf Appetithäppchen“.

TEXT: Ulrich Holbein | RESSORT: Literatur, OPAK #05
3. Mai 2010 | 17 Kommentare




OPAK #05- RELEASEPARTY IN HAMBURG

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TEXT: Redaktion | RESSORT: Hausmitteilungen, OPAK #05, Unterwegs
29. April 2010 | 1 Kommentar




OPAK #05 – RELEASEPARTY IN BERLIN

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TEXT: Redaktion | RESSORT: Hausmitteilungen, OPAK #05, Unterwegs
29. April 2010 | 13 Kommentare




OPAK #05 – BEWUNDERUNG

Stars, Prominente, Idole – allesamt eigentümliche Worte, die weniger auf eine Person verweisen, sondern vielmehr für ein soziales Verhältnis stehen, mithin also nur die eine Seite der sprichwörtlichen Medaille beschreiben. Schließlich liegt die Bedingung ihrer Existenz in ihrem vermeintlichen Gegenteil, der Bewunderung durch andere. Das war beim Wagenrennen der römischen Antike oder mittelalterlichen Ritterturnieren nicht anders als bei den Medienpersönlichkeiten des 21. Jahrhunderts.

photo_by_Candice_Breitz© Candice Breitz

Georg Seeßlen hat sich auf bezugreiche und grundlegende Weise mit Stars und ihrer Bewunderung auseinandergesetzt, um abschließend zu einem nüchternen Fazit zu gelangen.
Sonja Eismann behauptet „Fan-werden heißt Frau-werden, Thomas Meinecke und Klaus Walter sind trotz aller Reflexion Fans in allem, was sie tun. Über den Zusammenhang zwischen Medienpersönlichkeit und dem Dandy des 19. Jahrhunderts klärt die Literaturwissenschaftlerin Rhonda K. Garelick auf, Marcus Stiglegger widmet sich speziell der Ikonisierung von Filmschauspielern.

Linus Volkmann sagt „Bewunderung ist Hass“ – vollkommen zurecht natürlich, während Matthias Rauch mit Bonaparte über Bewunderung spricht und ihre Anti-Anti-These sucht. Roger Behrens bespricht Fassbinders “Welt am Draht” unseren Film der Ausgabe, Martin Büsser Wassili Grossmans Roman “Alles fließt”, Andi Schoon schließlich geht der Verdopplung des Ichs in der Bewerbungsmappe nach während sich Ulrich Holbein mit Apollo-Uwe und Dionys-Werner auf eine Reise zum Geburtsort der Tragödie begibt.
Tolle Fotos kommen diesmal unter anderem von Künstlern wie Rachel De Joode und Candice Breitz.

Das und vieles mehr lest ihr in OPAK #05. Ab 03.05. beim Zeitschriftenhandel bzw. Bahnhofsbuchhändler Ihres Vetrauens.

TEXT: Redaktion | RESSORT: OPAK #05
28. April 2010 | 8 Kommentare




OPAK #5 – DAS COVER

Und wieder ist es soweit. Sehet her, hier, das Cover der kommenden Ausgabe. Ab 03.05. im Zeitschriftenhandel Ihres Vertrauens. Greifen Sie zu. Oder abonniert am Besten g.l.e.i.c.h.
Das Metathema der Ausgabe lautet: BEWUNDERUNG. Mehr in Kürze!

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TEXT: Redaktion | RESSORT: OPAK #05
22. April 2010 | 7 Kommentare