OPAK #04 – DAS HEFT
8. März 2010 | Keine Kommentare
Rechtzeitig zur Tocotronic-Tour ein Auszug unserer vierten Ausgabe.
„Sie machen Opposition, im Zweifel gegen sich selbst. Tocotronic forderten die Lüge, feierten die Kapitulation und verlangen jetzt danach, sich selbst zu zertrümmern. Ein Gespräch über die Krise der Subversion, gebildete Popmusik und Humor.“
Text und Interview von Rasmus Engler und Lasse Koch.
Schlagartig berühmt wurde die damals 27jährige Schriftstellerin Gisela Elsner mit ihrem Debütroman „Die Riesenzwerge“ aus dem Jahr 1964. Ihr „böser“ satirischer Blick auf die scheinheilige Welt der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft faszinierte und entsetzte. Auch ihr extravagantes Äußeres, ihr „Kleopatra-Look“, sorgte für Aufsehen.
© Sina MöhringVielen galt Elsner in den 60er Jahren als die bedeutendste Satirikerin der BRD, heute jedoch sind ihre neun Romane und zahlreichen Erzählungen kaum noch jemandem bekannt. Der Kinofilm „Die Unberührbare“ (2000) über den Selbstmord der Autorin im Jahr 1992 erfuhr zwar große mediale Aufmerksamkeit, was aber am Desinteresse gegenüber Elsners Werk nichts änderte.
Die Aufsatzsammlung „Die letzte Kommunistin“ unternimmt nun den Versuch einer Wiederentdeckung Elsners.
Lasse Koch führte ein Gespräch mit der Herausgeberin, der Hamburger Literaturwissenschaftlerin Christine Künzel.
Hier gibt es die ungekürzte Langfassung als PDF.
Das Thema Stadt ist en vogue. Es bestimmt öffentliche Debatten und löste gerade in letzter Zeit große Mobilisierungswellen aus.
© Tanja KrokosRoger Behrens geht der Frage auf den Grund, was unter dem Schlagwort der Urbanität wirklich zu verstehen ist und stellt fest, dass Stadtpolitik meist zu kurz gedacht wird.
Städte haben Sounds und Szenen. Worin aber diese Zusammenhänge bestehen und welche Rolle Stadtentwicklung dabei spielen kann, erläutert Matthias Rauch am Beispiel der Motorcity Detroit.
Die New Yorker Publizistin und Literaturexpertin Elizabeth Gumport hat sich mit literarischer Verarbeitung von Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen beschäftigt. Im Vorbeigehen hat sie dabei auch noch ein neues Literaturgenre definiert.
Im Film wird Stadt in Bilder aufgelöst und neu zusammengesetzt. Unterschiedliche AutorInnen wie Georg Seeßlen und Ekkehard Knörer werfen einen Blick auf verschiedene Bildwelten und liefern ein Panaroma über den Umgang von Kino mit Stadt.
Außerdem spricht Christine Künzel über ihr neues Buch, das sich mit der fast vergessenen „schreibenden Cleopatra“ Gisela Elsner beschäftigt; Martin Büsser bringt die mittelgroße Stadt gegen die Großstadt in Stellung; Tocotronic reden von Humor und Widersprüchen; Jim Avignon illustriert auf Grundlage eines Epiphanien-Erlebnisses von Ulrich Holbein in der Stadt lebende Tiere; Lili Hartwig nimmt Filmtrailer unter die Lupe; James T. Farrells Monumentalwerk wird hervorgeholt u.v.m.
Am 29. Januar erscheint das neue Heft zum Thema “Stadt” und damit ihr es am Kiosk nicht verfehlt, gibt es hier vorab bereits das Cover.