OPAK #03 – DAS HEFT
27. November 2009 | 1 Kommentar
In OPAK #03 schreibt Micheal Weber unter anderem über ein Quartett-Spiel. Dazu gibt es Bilder von Anna Cieplik.
Als Kind bekam ich von einer Tante, einer Studienrätin aus West-Berlin, das Quartett-Spiel „Deutsche Dichter“ geschenkt. In zehn Abteilungen zu je vier Karten war die deutschsprachige Literatur bis ungefähr Gerhard Hauptmann untergebracht, etwa so: A1 – Goethe, A2 – Schiller, A3 – Wieland, A4 – Kleist. Zack! Nach welchen Kriterien die Dichter zu Quartetten gruppiert waren und welche genaueren Angaben unter den jeweiligen Portraits mitgeteilt wurden, weiß ich nicht mehr. Aber ich erinnere mich, dass ich mit Freunden versuchte, die Karten nicht nur zum öden Hin- und Hertausch zu verwenden, sondern so wie die zeitgleich aufkommenden Auto-Quartetts, bei denen man mit Füllmengen, Höchstgeschwindigkeiten, Baujahrangaben und Hubraumzahlen punkten konnte. Also haben wir bei den deutschen Dichtern wohl mit Geburtsdaten und Lebensjahren operiert, um herauszufinden, welche Karte eine andere stechen könnte. Aber viel war da nicht zu holen.
Politikressortleiter Lasse Koch und Literaturressorleiter Niklas Dommaschk haben ein ein Gespräch mit dem Sänger der Goldenen Zitronen geführt.

Schorsch Kamerun über Wahnsinn und Kunst, den Stillstand und das Rasen und das Aufscheinen neuer Positionen, wie es sich auch auf der im Oktober erschienenen Platte „Die Entstehung der Nacht“ finden lässt.
Den Text gibt es hier komplett als PDF. Oder am Kiosk in der aktuellen Ausgabe.
Für OPAK #03 hat Ressortleiterin Josephin Thomas Mode aufgespürt und fotografiert.
Nele
Shirt: Schwarzwaldkirsch
Kette: privat, gesehen im KONK
Pierre
Jacke, Hose: Artificial Happiness

Roger Behrens zeichnet in dieser Ausgabe eine Geschichte des Wahnsinns – über den „Extremismus der Mitte“ und das, was die heutige Gesellschaft in Wirklichkeit hervor bringt. Schorsch Kamerun hat Erfahrungen gesammelt, die an düstere Epochen erinnern – ist der Künstler von heute der Narr von gestern? Tannhäuser Sterben & das Tod sind von Schwarzen Löchern inspiriert, Martin Büsser dropt die Punchline „Emo ist das neue Schwul“. Jan Süselbeck beschäftigt sich mit den Tagebüchern eines intellektuellen Kosmopoliten, den der Krieg euphorisch werden lässt, der Schauspieler Michael Weber erzählt von seinen „Geistig Umnachteten“. Neurowissenschaftler Jonas Obleser stellt zur Diskussion, ob sich Filmemacher überhaupt schizophrenem Erleben annähern können.
Außerdem: Der neue Globalisierungsatlas, William Fitzsimmons, H.P. Lovecraft, Fukengrüven, Orson Welles uvm.
Die Illustration ist von Max Frielinghaus, bei dem auch das Kopierrecht liegt.
Im vergangenen Jahr hatte sich die Plattform Mobile Sessions von Sony Ericsson hauptsächlich der Musik verschrieben.
Jetzt ruft Mobile Sessions im Rahmen des Wortwettbewerbs „Stadt-geschichten“ dazu auf, Geschichten zu erzählen. Beobachtungen, Erlebnisse, Gespräche – 500 Zeichen müssen genügen, um der eigenen Stadt ein Gesicht zu verleihen.
Der Gewinner des Wettbewerbs reist nach Chicago, in den Geburtsort des Poetry Slams.
Also, schnell mitmachen und hochladen! Mehr auf: www.mobile-sessions.com