BLONDIERT


6. Mai 2009 | 3 Kommentare

„Werdet ihr den 13.03. halten können?“
„Klar werden wir das!“
„Aber dann wie beim Messebau: die Leute stehen schon draußen, während drinnen noch gewerkelt wird“.
Im Laufe der Heftproduktion gab es Worte, die häufiger fielen als andere: „Wertigkeit“, „Professionalität“, „adäquate Präsentation“, „Nachvollziehbarkeit“ – solche Formeln werden gern zu einem Bremsklotz.
Wir können OPAK #1 am 13.03. leider nicht veröffentlichen. Redaktionsmeinung: „Schade. Aber egal! Nehmen wir einfach den 27.03. Der ist auch gut!“ So soll es sein. Bitte verzeiht.
Ab morgen werden wir mehr darüber berichten.
Kommt aus einem Land, in dem Politik nicht ohne Zauberformel gemacht wird. Hat dort noch bis vor Kurzem Studierenden an der Uni Dinge erzählt und dabei sicherlich Kaugummi gekaut. Nimmt Arbeitswege über 100 Metern Luftlinie grundsätzlich nicht in Kauf, schreibt Literatur mit doppeltem T – Respekt, das ist oldschool! Bitte merken: Immer lange über die eigene finanzielle Lage lamentieren, dann zahlt sie auch den Kaffee mit!
Herzlichstes Lachen der Saison. Stolzer Besitzer einer Kaffeeflatrate. Verdient sein Geld als Wii-Vollprofi und muss nur ein Mal im Jahr spielen, um davon leben zu können. Privatleben liegt seit Opak im Tiefkühlfach. Chefkörper wird mit Jogging bei ähnlichen Temperaturen gestählt. Beweis: konsequent rote Nase.
Im schlimmsten Falle stolpern wir im Treppenhaus und schlagen uns die Vorderzähne auf, beißen uns auf die Zunge und kleckern dann die Mischpulte voll. Vielleicht vergessen wir, die Kaugummis raus zu nehmen, schmatzen und stottern, schlucken und verheddern uns, knallen gegen´s Mikrophon, wissen nichts zu erzählen und machen schlechte Witze.
Im besten Falle antworten wir ab 17 Uhr einfach im Radio auf die Fragen des MOTOR FM Redakteurs zu OPAK und gehen danach wieder nach Hause.
Ist extrem sortiert, immer akkurat und höflich, hat alles schon gemacht. Kommt aus der wärmsten Region des Landes, hat irgendein Ding mit der Farbe Lila am Laufen und einen zweiten Wohnsitz im Internet. Momentan auf der Suche nach einem Praktikanten (Voraussetzungen: fit in HTML, Turbo Pascal und Super Mario).
Kann über Comix reden, als wären es Gemälde von Picasso, übersetzt sich selbst ins Kantonesische, maximale WpS (Wörter pro Sekunde). Spricht das „J“ in „Benjamin“ wie ein „dsch“ – heftig! Hat das Gesicht oft zur Faust geballt, ist aber in Wirklichkeit sanftmütiger Elefanten- und Katzenflüsterer. Ist Fleiß-Gigant und muss deshalb Hauptdarsteller von „Schlaflos in Neukölln“ werden, Drehbuchexposé bitte an uns.
Ein Name, mit dem man berühmt werden sollte. Lofi-Jetset-Leben zwischen Künstlerkommune in HH-Hammerbrook und B-Neukölln. Verwendet urteilssicher hoch komplexe und differenzierte Bewertungskategorien („cool“/„gar nicht cool“), hatte bestimmt nie lange Haare und besitzt der Legende nach eine Kaffeemaschine mit USB-Anschluss – was wir gerne glauben mögen.
Internetverstand mit Herz, Bekenntnis zur Techno-Disko, gäbe es dort Duschen, William Fitzsimmons am Mögen. Ist Berlinerin, spricht aber wie die von der Tagesschau. Schreibt Kurzmitteilungen wie Haikus, ist Mitglied der internationalen Loge „Damenfraktion“ und arbeitet an einem Roman, der 2009 erscheinen wird (bei OPAK dann unter „Buch der Ausgabe“ zu finden).
Dorian Gray (nur ohne Schlechtigkeiten), ausgeprägtestes Modebewusstsein der Redaktion, wohnt in einem Geheimversteck. Sagt „Raffer“ anstelle von „Checkung“ – wahrscheinlich aus Krassheit. Hat ein total gutes Rennrad, worauf ihn aber bislang noch keiner gesehen hat. Beweisphotos werden vergütet (von ihm)!