CLEAN, SHAVEN
Die Tage kam der hierzulande etwas vergessene Film „Clean, Shaven“ bei dem guten Label Bildstörung auf DVD und Blu-Ray raus. Wir haben ihn geguckt und sagen hier, warum ihr ihn auch gucken müsst.
28. Juni 2011 | Keine Kommentare
Die Tage kam der hierzulande etwas vergessene Film „Clean, Shaven“ bei dem guten Label Bildstörung auf DVD und Blu-Ray raus. Wir haben ihn geguckt und sagen hier, warum ihr ihn auch gucken müsst.

Am 3. Februar startet das Regiedebüt des unverschämt jungen Multitalents Xavier Dolan im Kino. Unsere Autorin Tina Rentzsch hat genauer hingeschaut und sich auf die Spur nach dem Wesen dieses ungewöhnlichen Coming-of-Age-Films begeben.
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Unsere (wie auch alle anderen) TOP-Whatever-Listen sind nur ein Versuch, das sinnlose Chaos in eine sinnvolle Ordnung zu bringen. Die OPAK Filmredaktion hat abgestimmt und präsentiert Euch hier unsere definitive Liste der BESTEN FILME 2010. Das ist natürlich echt das Allerletzte, aber wie es David Thomson in der letzten Sight & Sound so schön schrieb: „The game is not just vulgar, it’s stupid. Yet we all love games.“

Wir wünschen Euch auch 2011 viel Spaß im Kino,
Eure OPAK-Filmredaktion
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Es ist dunkel. Richtig dunkel. Man hört ein Keuchen, ein Schaben, ein Kratzen, ein Stöhnen. Wir schauen nach vorn, die Leinwand ist schwarz. Ein Feuerzeug flammt auf, wir sehen ein Auge. Aufgerissen und riesig starrt es zurück. Herzklopfen. Wir sehen ein Auge und das Auge sieht uns. Voller Verwirrung und Panik fragt es sich: Wo bin ich? Wer bin ich? Warum bin ich hier? Und gleichzeitig: Wer seid ihr?

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DIE LEGENDE DER WÄCHTER handelt vor allem von der naturalistischen, anatomisch pseudo-korrekten Animation superflauschiger Eulen. Natürlich hochauflösend und in 3D. Allerdings muss jemand die Befürchtung gehabt haben, dass selbst die kulleraugigste Eule ihren Reiz verliert, bevor sie richtig flügge geworden ist. Anders ist das Überangebot an Plot in diesem Film, der eigentlich drei ist, nicht zu erklären.

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Die Geschichte ist bekannt: Wer unter 21 Jahren in den USA Clubs besucht, dem wird mit schwarzem Edding ein X aufs Handgelenk gekritzelt. Barmann bzw. –frau erkennen so auf einen Blick, an wen sie keinen Alkohol ausschenken dürfen. Was eigentlich als Stigma und absolut uncool galt, wurde zum Zeichen einer Bewegung, die keine sein wollte: Straight Edge.
Der Film „Edge – Perspectives on Drug Free Culture“ handelt von diesem X, das sich seit Anfang der 80er seinen Weg in die Hardcore- und Punkszene bahnte. Während Gründungsvater Ian MacKaye (Minor Threat, Fugazi) signalisieren wollte: „I don’t smoke. I don’t drink. I don’t fuck.“, wurde aus dem „I“ später ein „We“ und McKaye zum modernen missverstandenen Martin Luther. MacKaye lehnt das „We“ ab: In „Edge“ behauptet jemand, man dürfe keinen koffeinhaltigen Eistee trinken. „Fuck you!“, antwortet er wütend und führt direkt ins Thema des Films. (weiterlesen…)
(USA 2009, 161 Min., Regie & Buch: James Cameron – 20th Century Fox) Zwölf Jahre nach „Titanic“ ein neuer Spielfilm von James Cameron: „Avatar“ ist ein entfesselter Drogentrip im Fantasy-, Sci-Fi-, Western- und Kriegsfilmgewand, ist Romanze, Mythos und Moralkeule, Kindergeburtstag und Philosophieseminar gleichermaßen, ein technisches Meisterwerk. Mehr Pop jedenfalls geht nicht.
Damit diese Mixtur aufgeht, muss die Geschichte eine einfache sein: An den Rollstuhl gefesselter Ex-Marine gerät mithilfe eines ferngesteuerten biologischen Körpers – der titelgebende Avatar – auf fremdem Planeten mit vielsagendem Namen Pandora in Kontakt mit Eingeborenenstamm, der in tiefstem Einklang mit wundersamem Ökosystem lebt. Ex-Marine verliebt sich in Stammestochter und wird nach diversen Prüfungen in selbigen aufgenommen. Kapitalistische Auftraggeber planen Vernichtung der Eingeborenen zum Zwecke kolonialer Erzgewinnung, und epische Schlacht führt unausweichliche Entscheidung zwischen Gut und Böse herbei. Noch Fragen?
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Von Perlenketten und Platzverweisen
(D 2009, 85 Min, R: Irene Bude und Olaf Sobczak) Einer der ältesten und facettenreichsten – mit Sicherheit der bekannteste – Stadtteil Hamburgs ist Sankt Pauli. Durch die Auswirkungen des Partytourismus auf die Amüsiermeile längst zur „Sonderrechtszone“ erklärt, werden dort seit geraumer Zeit Gentrifizierungs-Maßnahmen ergriffen, um das Viertel städteplanerisch aufzuwerten und investorenkonform umzubauen. Der Dokumentarfilm „Empire St. Pauli“ greift das Thema und dessen Folgen auf und zeigt, wie „Stadt als Ware“ fungieren und das bunte Viertel als Zugpferd des hiesigen Tourismus weiter etabliert werden soll.
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