KIESKOLLEKTOR – DIE GALA
“Das Geld hat die Karre so tief in den Sumpf gedrückt, dass seit einer Weile nichts mehr geht. Eigentlich musste es so kommen. Denn die Belegschaft des Magazins schmiss sich mit erheblich mehr Sinn als betriebswirtschaftlichem Verstand in eine Unternehmung namens OPAK. Sind Zahlen nicht nur Schall und Rauch? Muss man sich ständig selbst kontrollieren? Und dienen Schulden nicht nur dazu, uns handlungsunfähig zu machen? Tja, soweit ist es dann auch gekommen. Der Stecker wurde uns gezogen, dem Laden geht’s schlecht und die Beteiligten haben ihr letztes Hemd gelassen. Deshalb folgender Abend. Bitte erscheinen Sie zahlreich.” Die Redaktion

Eine literarisch musikalische Gala mit
++ Olsen And The Hurley Sea
++ Circuit Diagram
++ Nagel (liest)
++ Torsun (liest)
++ STRFLD SML
++ Jobbs
Moderation: Jörn Morisse
://about blank, Berlin
19.06.2013
20 Uhr, Eintritt: 8 Euro
Die Einnahmen des Abends kommen dem OPAK-Magazin zugute, das aus finanziellen Gründen seine Produktion vorerst einstellen musste und hofft, nach halbwegs wirtschaftlicher Gesundung wieder erscheinen zu können.
7. Juni 2013 | Keine Kommentare


Ein Buch wie ein Pflasterstein: Nichts weniger als Geschichte und Idee sozialen Fortschritts ist Thema der Anfang des Jahres erschienenen Mammutstudie „Der Implex“ von Barbara Kirchner und Dietmar Dath. „Der Implex“ ist ein wilder Ritt durch die neuzeitliche Politik-, Philosophie-, Kunst- und Kulturgeschichte. Es geht ums Ganze: Wir starten mit der Relektüre der Ursprungsdebatten über Aufklärung, ihre Widersprüche und ihr Potential, es folgen Kritische Theorie, Regenwaldabholzung und Fukushima, Liebe, Fernsehen, Queer Theory, Polyamorie, Lohnarbeitskritik, l’art pour l’art – die Fülle des zusammengetragenen Materials ist so überbordend wie der sprachliche Ausdruck virtuos. Marx, Engels, Lenin, Rosa Luxemburg, Ernst Bloch, Judith Butler stehen neben “Buffy, the Vampire Slayer”, Tim und Struppi, H. P. Lovecraft, Stephen King sowie unzähligen deutlich weniger bekannten Autoren und Künstlern. Dass Dath und Kirchner in ihrem “Roman in Begriffen” dabei die Balance zwischen einschüchternder Belesenheit, eigenwilligen Zick-Zack-Theorien und rhetorischer Dringlichkeit halten, ist das literarische Kunststück des Buches.








