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LIGHTSPEED CHAMPION – LIFE IS SWEET! NICE TO MEET YOU

Lightspeed_Champion(Domino/Indigo) Dev Hynes ist ein hyperaktives Wunderkind: kann alles, macht alles, schläft selten, kann gar nicht anders, als immer Können zu können, und bewahrt sich durch Quirlig- und Schrulligkeit davor, den weniger Begabten irgendwann wahnsinnig auf den Zeiger zu gehen. Das zeigt ein Blick in sein Werk. Das singt und jauchzt jede Note auf seinem zweiten Soloalbum.
„Life Is Sweet“ macht keine halben Sachen – und davon viel. Gnadenlos gekonnt, ohne Pause und Atemprobleme, spielt es mit Stilen, Zitaten und originellen Schlenkern. Es lässt Albernheit und niedliche Tristesse, Weltraumrock und Ukulele umeinander tanzen und buhlen. Es pumpt, es erzählt, sucht Nähe, preist und verflucht die Liebe. Wenn ich jetzt leise rausgehe und eine Runde um den Block mache, wird es, kein Zweifel, die Wohnung neu einrichten und in meiner Handschrift ein wunderbares Gedicht für meine Liebste schreiben. Es kann alles. Es macht alles perfekt. Es geht mir wahnsinnig auf den Zeiger.

TEXT: Sebastian Cleemann | RESSORT: Musik, Reviews
12. März 2010 | Keine Kommentare




SUNN-O)))

In OPAK #02 beschäftigt sich Nils Quak mit der Bedeutung von Klangästhetik. In seinem Beitrag „Sound und Rand“ widmet er sich insbesondere der Frage, wieso sich Musik zwischen Noise, Drone/Doom und atonalem Experiment gesteigerter Beliebtheit erfreut.

Passend zu dem Artikel im Heft hat Sebastian Cleemann für uns mit der Band Sunn-O))) gesprochen, die – einstmals nur einer überschaubaren Gruppe Eingeweihter bekannt – mittlerweile jede/r irgendwie auf dem Schirm hat.

sunn o))) - florian oellers
© Florian Oellers

 
01
At First I Thought It Was Not Even Music

Sie sind ein Krake mit offenen Armen. The parasite that keeps on giving. Seit 1998 erweitern Greg Anderson und Stephen O’Malley ihre Grundidee einer konzentriert langsamen Metaltektonik, und seit frühen Tagen halten sie sie offen für Einflüsse und Kollaborationen. “Es gab viele wichtige Mitspieler in der Geschichte von Sunn 0))). Einige sind geblieben, andere spielen nur nicht sehr häufig mit uns”, und sie alle haben Spuren hinterlassen, der schieren Wucht der Gitarren- und Frequenzarbeit des Kernduos Richtungen gegeben, von ihr getrieben selbst umwerfende Orte und Klänge entdeckt. Schnell wurde so das Konzept “Echt Langsamer Metal” gesprengt und Sunn 0))) entwickelten sich zu der kaum vergleichbaren Band, die an diesem Punkt ihrer Existenz wohl kein anderes Album als “Monoliths & Dimensions” hätte veröffentlichen können.

“Die gesamte Geschichte dieser Band hat uns an diesen Punkt gebracht, an dem es uns Können, Material, Kontakte und Helfer möglich machen, ein Album wie dieses aufzunehmen, das die Band so festhält, den Sound so greifbar macht.”

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TEXT: Sebastian Cleemann | RESSORT: Heft, OPAK #02
9. Juli 2009 | Keine Kommentare