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PIERRE SCHAEFFER – LE TRIÈDRE FERTILE

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War Mego seinerzeit schon ein sehr durchlässiges Label, was verschiedene Stile anging, so verfügt der Nachfolger Editions Mego über eine doch recht große Anzahl an Sublabels für die verschiedensten Spielarten experimenteller und elektronischer Musik. (weiterlesen…)

TEXT: Nils Quak | RESSORT: Allgemein, Musik, Reviews
6. Juni 2012 | 9 Kommentare




NOSTALGIE UND BEQUEMLICHKEIT – INTERVIEW MIT CHRISTINA VANTZOU

Christina Vantzous Ambient-Album Nº1, das Ende 2011 veröffentlicht wurde, zeigt eindrucksvoll, wie schwerelos Musik als Klangerlebnis funktionieren kann. Das daran anschließende Remix-Album verbindet nicht nur die ursprünglichen Klangentwürfe Vantzous mit den Neuinterpretationen anderer Künstler, Teil des Album ist ein gut 40 minütiger Kurzfilm, der dem ursprünglichen Album einen visuellen Rahmen bietet und tief in die Ästhetik von 16mm Filmen und Found-Footage eintaucht. Eine Ästhetik, die sich auch durch die Clips zu den Remixen, die mittlerweile erhältlich sind, zieht. Nils Quak hat sich mit Christina Vantzou über das Remix-Projekt, Nostalgie und das Dreieck von Lana del Rey, Instagram und die Vermarktung der daran angeschlossenen Ästhetik unterhalten.
 
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TEXT: Nils Quak | RESSORT: Allgemein, Musik
10. April 2012 | 6 Kommentare




OVAL – DNA

OVAL - DNAAls im Sommer 2010 nach gut zehn Jahren zwei neue Oval-Veröffentlichungen in den Regalen standen, war die Irritation stellenweise doch recht groß. Anstelle der pulsierenden, kleinteiligen Clicks und ratternden Störgeräuschen bestimmten plötzlich übereinander stolpernde Melodie-Fragmente und Obertonkatarakte das Klangbild. Selbst klassische Schlagzeug-Sounds fanden ihren Weg in die Tracks. Was sich damals als drastischer Bruch zeigt, wird durch das neueste Oval-Album „DNA“ ein Stück weit revidiert.
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TEXT: Nils Quak | RESSORT: Musik, Reviews
1. Dezember 2011 | 11 Kommentare




POLAR M – NORTHERN BIRDS

POLAR M
Die goldene Zeit der Indie-Elektronik ist lange vorbei. Als sich Ende des letzten Jahrtausends scheue Indie-Jungs und -Mädchen mit klobigen Laptops und Synthesizern daran machten, verhuschte, knisternde und glücklicherweise selten perfekte elektronische Musik zu machen, gab es einiges zu entdecken. Aufregend war es zwischen Bitcrush-Sounds, vertrackten Beats und Synth-Geflicker. (weiterlesen…)

TEXT: Nils Quak | RESSORT: Musik, Reviews
27. Oktober 2011 | Keine Kommentare




KEITH FULLERTON WHITMAN / ALIEN RADIO – S/T

splitDas Hamburger Label Dekorder ist schon seit langem ein Garant für spannende Releases weit abseits von Trends. So wie die dort soeben erschienene Split-LP von Keith Fullerton Whitman und Alien Radio, auf der beide Künstler die Welt der modularen Synthesizer erforschen.
Keith Fullerton Whitmans Seite besteht aus einem einzelnen, gut 15 Minuten langen Stück. Schicht über Schicht legen sich die Synthesizer-Patterns übereinander, bis sie zu ein schwebendes Netz aus flirrenden Arpeggios und pulsierenden Sounds zusammen finden, das sich selber in Trance kreiselt.

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TEXT: Nils Quak | RESSORT: Reviews
11. August 2011 | 1 Kommentar




DEEPCHORD – HASH-BAR LOOPS

booklet_coverUm es neutral auszudrücken: Dub Techno ist eine recht wertekonservative Sache. Seit mehr als fünfzehn Jahren werden die gleichen Sounds immer wieder aufs Neue durchdekliniert. Die Reverb geschwängerten metallischen Räume, die modulierenden Synth-Chords, die ewig gleichen Echo-Sounds. Was in den Neunzigern hoffungsvoll mit Basic Channel und den Chain Reaction Veröffentlichungen begann, wurde schnell ein ziemlich klischeebehaftetes Untergenre der Elektronikmusik – quasi die Afterwork-House Variante für vermeintliche Bescheidwisser.
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TEXT: Nils Quak | RESSORT: Reviews
27. Juni 2011 | 2 Kommentare




TUPOLEV – TOWER OF SPARKS

Tuploev CoverTupolev bearbeiteten bislang ein recht klassisches und dennoch nicht minder spannendes Postrock-Feld zwischen klassischen Song- und Melodiestrukturen wie man sie etwa von den Japanern Mono kennt und vertrackten Jazz-Referenzen. Mit der jetzt erhältlichen Veröffentlichung „Tower of Sparks“ (Valeot Records), bewegen sie sich einen guten Schritt abseits ausgetretener Pfade. Zentrales Element der acht streckenweise recht temporeichen Stücke ist der Flügel, um den Schlagzeug, Bass und vereinzelte Streicher kreisen und die mit angedeuteter, verhuschter Elektronik und Fieldrecordings ergänzt werden.
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TEXT: Nils Quak | RESSORT: Reviews
27. März 2011 | Keine Kommentare




MARK MCGUIRE – LIVING WITH YOURSELF

McGuireErinnerung; sich zurück zu erinnern; die eigene Geschichte – das ist alles eine merkwürdige, zweischneidige Angelegenheit. Zum einen haben die eigenen Verdrängungsmechanismen zumeist erfolgreich daran gearbeitet, dass sich die Vergangenheit in eher lichten Tönen präsentiert, gleichzeitig arbeitet es unter der Oberfläche: Unerfüllte Wünsche, verpasste Chancen oder einfach das Wissen, wie rasend schnell die Zeit vergehen kann und wie schnell aus Tagen, Wochen, Monate, Jahre werden können. Genau in diesem Spannungsverhältnis bewegt sich „Living With Yourself“ von Mark McGuire (Mego/A-Musik/Groove Attack).
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TEXT: Nils Quak | RESSORT: Reviews
27. Oktober 2010 | 2 Kommentare




OVAL – RINGTONE EP

ringtonesNach beinahe zehn Jahren Stille erscheinen in diesen Sommer Oval-Stücke beinahe am laufenden Band – in diesem Fall sogar als kostenlose Mini EP, die für kurze Zeit erhältlich sein wird. Im Vergleich zu den Tracks der bereits veröffentlichten „Oh“-EP und des im August auf Thrill Jockey anstehenden Albums „O“ sind die acht Stücke der Ringtone EP noch ein gutes Stück spröder und gebrochener, wenn auch nicht minder aufregend. Der Sommer-Glitch-Tip quasi. Hier geht’s zum (zeitlich begrenzten) Download. Die Tracklist lautet folgendermaßen: 1 Legendary / 2 Nicosia / 3 Riffifi / 4 Tapasbar / 5 Alpaca / 6 Candyplex / 7 Salajingle / 8 Karo Phy

TEXT: Nils Quak | RESSORT: Win-win-Situation
19. Juli 2010 | 5 Kommentare




OVAL – NEUER CLIP

Passend zum Release der „Oh“ EP von Oval und der anstehenden Albumveröffentlichung im August präsentiert Thrill Jockey einen kleinen visuellen Vorgeschmack. Weitere Videos sollen laut Label-Informationen noch folgen.

Oval – Kastell from Thrill Jockey Records on Vimeo.

TEXT: Nils Quak | RESSORT: Fundsache
30. Juni 2010 | 7 Kommentare




OVAL – OH

oval-oh-cover-art1(Thrill Jockey) 2010 scheint das Jahr der unerwarteten Comebacks in der Elektronikwelt zu werden. Erst zeigt sich nach mehr als neun Jahren das Trio Fenn O’Berg wieder zurück auf der Bildfläche, dann trudeln plötzlich die ersten neuen Releases des eigentlich schon offiziell für tot erklärten Mille Plateaux Imprints ein und plötzlich taucht – beinahe en passant – eine neue Oval EP auf. Ein vollständiges Album soll im Sommer nachfolgen. Unwillkürlich stehen hier Fragen im Raum, die sich angesichts solcher Ereignisse beinahe wie von selbst stellen. Comeback? Ist Comeback nicht ganz schnell auch die brühwarme Version von Stillstand; ein sich Suhlen im altbekannten Sud? Geht es hier lediglich darum, eine Projektion von früheren Zeiten zu reproduzieren; sich noch einmal eine Scheibe des alten Ruhmes abzuschneiden? Steht im Elektronik-Bereich nun auch die Zeit der alten Männer an, wie man es seit einigen Jahrzehnten aus dem Pop/Rock kennt – die Rückkehr zum ewig Gestrigen, zum wertekonservativen Klangkanon? „Schön – klingt genau so wie früher.“
Und wie passt Oval in diese ganzen Fragen? Schließlich bildeten „Systemisch“ und „94 Diskont“ in den Neunziger Jahren entscheidende Eckpunkte elektronischer Musik und entwickelten das Diskursfeld zwischen Digitalität, Zufall, Fehler und Klang, weit bevor überhaupt von einem musikalischen Genre geredet werden konnte und Ovals Arbeiten in großen Teilen als Blaupause für das dienten, was später unter den Namen Clicks’n’Cuts, Glitch oder Laptop-Musik die Runde machte.
Angesichts dieser Fragen macht Oval das einzig Richtige. Anstatt sich auf einer aufgewärmte Version seiner digitalen Ästhetik auszuruhen – einem Sound, der mittlerweile in Windeseile durch unzählige PlugIns problemlos am Rechner reproduziert werden kann, überträgt er die grundlegende Struktur in ein vollkommen neues Sound-Gerüst. Anstelle der bekannten pulsierenden Clicks setzt er auf Gitarre, Schlagzeug und eine Mixtur aus selbst eingespielten und algorithmisch erzeugten Sequenzen.
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TEXT: Nils Quak | RESSORT: Reviews
1. Juni 2010 | 2 Kommentare




LAURA GIBSON/ETHAN ROSE – BRIDGE CAROLS

Gibson_Rose_Bridge_Carols(Baskaru/A-Musik) Ethan Rose hat ein Händchen für luzide Klangwelten. Sein Beitrag zum Soundtrack von Gus Van Sants „Paranoid Par“k, der so wunderbar benebelt und orientierungslos durch die 8mm-Aufnahmen irrlichtert, zeugt davon. Auf seinen letzten Veröffentlichungen lotete Ethan Rose die Grenzen zwischen analogem und digitalem Klang aus; wie etwa die alte ausgemusterte Orgel eines stillgelegten Eishockey-Stadions, die er auf „Oaks“ behutsam mit digitalen Schlieren durchzog.
Für „Bridge Carols“ hat sich Ethan Rose mit der Singer/Songwriterin Laura Gibson zusammengetan, die in den letzten Jahren durch zwei wunderbare Alben auf Hush Records zu begeistern wusste. Spärliche Sound-Fragmente durchsetzen die filigranen Gesangslinien. Ein minimales und dennoch einnehmend betörendes und raumgreifendes Klangnetz stricken die beiden auf knapp 35 Minuten.
Auch wenn das Album mit seinen Glöckchen, dem Hall getränkten Tamburingerassel und dem ätherischem Gesang manchmal fast schon zu gefällig in Richtung Wohlfühlelektronik abzudriften scheint, so schafften es Gibson und Rose dennoch immer wieder mit ungeahnten Wendungen, den Fokus von Klangtapete zu bewusstem Zuhören zu verschieben – und das auf eine sehr warme und helle Weise.

TEXT: Nils Quak | RESSORT: Reviews
8. Mai 2010 | 1 Kommentar