OPAK | wir müssen reden » Nadine Schildhauer

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EIN SYSTEM OHNE NIEDERTRACHT – JENS FRIEBE

Kürzlich erschien mit „Abändern“ das nächste ausgezeichnete Album von Jens Friebe. Was das alles mit Ronald M. Schernikau und den Vengaboys zu tun hat, darüber hat Nadine Schildhauer mit ihm gesprochen.

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TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Feature, Im Separée
3. Januar 2011 | 2 Kommentare




MARIE FISKER – GHOST OF LOVE

Marie FiskerLonesome Woman. Whiskey, Kippen und die Musik. Dieses Bild haben Größen wie die amerikanische Singer–Songwriterin Patti Smith und in direkter Nachfolge Chan Marshall (übrigens auch mit den dazugehörigen sympathischen Allüren) geprägt. Es ist ein schönes Klischee. Romantisch. Verklärend. Ob das tatsächlich auf die dänische Sängerin Marie Fisker zutrifft – schwer zu sagen. Inspiriert scheint aber auch ihre Musik von amerikanischem Country und so liegt der Vergleich des Duetts Fisker und Steen Jørgensen zu June Carter und Johnny Cash nah. Marie Fiskers „Ghost of Love“ kann sich ohne Abstriche mit den oben genannten, längst etablierten Größen messen. Fisker durchbricht ganz selbstverständlich das klassisch Männer dominierte Singer-Songwriter-Mileu. Sie zieht mit den bereits international gefeierten Schwedinnen First Aid Kit und der Britin Laura Marling nach und könnte auch bald in Deutschland mit ihrem Debüt für Aufregung sorgen. She Worries. And we all like to worry.

TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Musik, Reviews
9. Oktober 2010 | 2 Kommentare




DER SCHMALE GRAT ZWISCHEN SCHWEISSTREIBEN UND LANGEWEILE

OPAK hat sich Teenagers in Tokyo (AUS) und FM Belfast (IS) auf der Berlin Independent Night angeschaut. Regen, unfreundliche Türsteher, Wartezeiten vor den Clubs und ein sehr junges Publikum konnten auch dem letzten Besucher den Spaß bei der trashigen Performace von FM Belfast nicht nehmen.
FM Belfast

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TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Allgemein, Und sonst, Unterwegs
29. September 2010 | 1 Kommentar




STADT. LAND. FRUST.

Francis International Airport debütierten 2008 mit „We Are Jealous. We are Glass“. Zwei Jahre später schauen wir erwartungsvoll auf das neue Album „In The Woods“. Schon die beiden ausgekoppelten Songs, Monsters und Feed of Clay (hier als Download verfügbar), hatten ein Versprechen an den Hörer abgegeben.

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TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Feature, Musik
28. September 2010 | 6 Kommentare




INTO THE NIGHT WITH NEON INDIAN

Die Stimmung am zweiten Tag des Berlin Festivals hinterließ mich mit dem Gefühl, Teil der übellaunigsten Musikveranstaltung des Sommers 2010 gewesen zu sein. Den Samstag konnte nur Interviewpartner Neon Indian und ein mittlerer Alkoholexzess retten. Mit Alan Palomo, Kopf der Band, sprach ich über das Konzept der Erinnerung und die 80er. Am Ende landeten wir auf dem letzten Konzert des Abends, Hot Chip.
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TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Feature
24. September 2010 | 5 Kommentare




SELBSTZERSTÖRUNG UND SELBSTBEWUSSTSEIN

Ab Oktober wird Zola Jesus die kommende Tour von Xiu Xiu begleiten. Das OPAK Magazin traf die Künstlerin auf dem Berlin Festival und sprach über ihre markante Stimme, Philosophie und die Funktion des Scheiterns.

Zola-Jesus
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TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Feature, Musik
23. September 2010 | 7 Kommentare




EDGE

edgethemovie_poster_800 Die Geschichte ist bekannt: Wer unter 21 Jahren in den USA Clubs besucht, dem wird mit schwarzem Edding ein X aufs Handgelenk gekritzelt. Barmann bzw. –frau erkennen so auf einen Blick, an wen sie keinen Alkohol ausschenken dürfen. Was eigentlich als Stigma und absolut uncool galt, wurde zum Zeichen einer Bewegung, die keine sein wollte: Straight Edge.

Der Film „Edge – Perspectives on Drug Free Culture“ handelt von diesem X, das sich seit Anfang der 80er seinen Weg in die Hardcore- und Punkszene bahnte. Während Gründungsvater Ian MacKaye (Minor Threat, Fugazi) signalisieren wollte: „I don’t smoke. I don’t drink. I don’t fuck.“, wurde aus dem „I“ später ein „We“ und McKaye zum modernen missverstandenen Martin Luther. MacKaye lehnt das „We“ ab: In „Edge“ behauptet jemand, man dürfe keinen koffeinhaltigen Eistee trinken. „Fuck you!“, antwortet er wütend und führt direkt ins Thema des Films. (weiterlesen…)

TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Film, Reviews
12. September 2010 | 231 Kommentare




HURTS – HAPPINESS

HURTS_happiness_kl Hurts tauchten vor ein paar Monaten aus dem Nichts auf und schienen durch ihr retrogrades elegantes Auftreten wie von einem anderen Planeten. Die beiden Mitglieder, Hutchcraft und Anderson, sind nun auf dem Weg, die sehr lang gehypeten The XX vom Popolymp zu stoßen.

Hurts führen zwei 80er Strömungen zusammen, die in den vergangenen 10 Jahren prominent waren. Irgendwann Anfang 2000 besann man sich auf den Sound klassischer 80er-Synthesizer im Stil von Visages „Fade to Grey“ und es kam eine Band zum Vorschein, die den elektronischen Sound vergangener Tage perfekt inszenierte: Zoot Woman. Nicht zuletzt dieser und einigen anderen Bands ist es zu verdanken, dass Synthie–Pop wieder en vogue ist. Auf der anderen Seite beziehen sich Bands wie The XX, Editors, Interpol etc. eher auf den düsteren Indie–Dark–Wave–Sound von Joy Division.
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TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Reviews
7. September 2010 | 1 Kommentar




OPAK PRÄSENTIERT: KLEZ.E VARIATIONEN

Am besten nur noch schlafen…

Klez.e kehren auf die Bühne zurück. Die vier Berliner werden eine reduzierte Variante ihres Albums „Vom Feuer der Gaben“ ab Ende September im Rahmen ihrer „Variationen-Tour“ live präsentieren. Kurz zuvor, am 17. September, erscheint die neue Single „Der Welt ein Ort“ – das Video zur Single gibt’s genau hier:

KLEZ.E_Der Welt ein Ort from FM Pampuch on Vimeo.

Nadine Schildhauer hat Tobias Siebert, seines Zeichens Mastermind von Klez.e, im bandeigenen Studio getroffen:

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TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Musik, Präsentationskorb
26. August 2010 | 3 Kommentare




FRANCIS INTERNATIONAL AIRPORT

FIA_7inch_cover Punk ist tot. Es lebe Pop! Falco würde vor Freude hüpfen. Christian, Gittarist der Band, trägt das schwere Erbe Neffe des berühmten österreichischen Pophelden zu sein. Aber so leicht lässt sich Francis International Airport nicht auf eine Formel bringen. Der Song „Monsters“ erscheint wie ein Rückgriff auf „Running from the Rain“ von Thursday, allerdings wirkt die Band im Vergleich eher wie die erste Ausgabe der NEON 2003, die wir damals alle gekauft haben – neu, mit diesen faszinierend körnigen Bildern, nicht zu politisch, aber schön anzuschauen – eine perfekte Band für das Immergut-Festival.
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TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Musik, Reviews
24. August 2010 | Keine Kommentare




CA’A

Ca'a Die CD mit dem ungewöhnlichen Namen Chi’en kommt voller Pathos daher, ohne in Kitsch abzugleiten. Schon der erste Track verspricht viel – doch die Spanier Ca’a schaffen es der Erwartungshaltung gerecht zu werden: Sechs experimentelle, verzerrte, laute und krachige Tracks, die teilweise eine Länge von 15 Minuten überschreiten. Ca’a führen uns in die bizarre Welt der schrägen Klänge behutsam ein, so dass einige Stücke beinahe unbemerkt im wüsten Schrammeln enden.

Die Stimme des Sängers ist kratzig, emotional, leidend – keineswegs gerade und agiert als zusätzlicher Bruch. Am besten jedoch wirken die Soundfetzen dann, wenn auf Stimmen und Paukenschläge verzichtet wird. Man lauscht Bassrauschen, Piepen, Klacken und dröhnend Tönen, die verschmelzen und am Ende langsam abklingen. Die Stücke mit lauten und leisen Tönen sind poppig sanft arrangiert und durchbrechen schon in der nächsten Sekunde genau dieses Schema. Klingt interessant! Auch wenn meine Schmerzgrenze zeitweise überschritten wird, erreichen Ca’a (fast) immer rechtzeitig die Kurve und liefern ein gelungenes Album mit Widersprüchen ab.

TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Musik, Reviews
22. August 2010 | 1 Kommentar