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DER LIEDSCHATTEN XLVIII

TWO’S A CROWD

Am Ende des Jahres 1965 steht eine ungern geteilte Wolke. Darauf: die Stones mit einem ihrer besten Songs.

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Erleichtert und ein wenig beschwingt geht es ins Jahr 1966 (schrieb ich so etwas nicht bereits anlässlich des Jahreswechsel ‘64-’65? Egal.). Beinahe scheint es, als sei Schlimmes überstanden worden, als könne die Zukunft, sprich, die Vergangenheit, oder aber die Zukunft der Vergangenheit, also der damaligen Gegenwart, immer besser geworden sein. Oder sie schien immer nur besser werden zu können, es blieb zu erwarten, sie werde immer besser werden und sein als ihre vorhergegangene Gegenwart, die aber gleichfalls Vergangenheit ist, so wie ihre Zukunft, also… ähem, nein. Nein.

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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
28. November 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XLVI & XLVII

Editor’s note: Weil es so schön ist – und weil wir den Liedschatten letzte Woche nicht bringen konnten, gibt es jetzt gleich zwei Stück in Folge. Aber lesen Sie selber.

UNBEFRIEDIGENDES WERBEN

Die nächste Folge “Liedschatten”: bei den Stones gibt’s weniger Sex als gedacht. Zumindest in “(I can’t get no) Satisfaction”.

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Irgendetwas ging schief bei der Überlieferung, dieser Irrtum müsste doch schon längst aus der Welt geschafft worden sein. Doch noch immer scheinen viele Menschen zu glauben, es handele sich bei „(I can’t get no) Satisfaction“ um ein Lied über sexuelle Frustration, ein Lamento über unbefriedigtes, unstillbares Begehren. Das Bekenntnis eines Menschen eben, der ein Dasein als kleiner Lüstling mit großer Zunge bestreitet.
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
22. November 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN VL

WER WAR ES?

silcence_thumbErkenntnisschwierigkeiten und eine gar zu sanfte Melodie: fruchtlose Nachdenklichkeit in unserer Chartskolumne. Im Anschluss daran Krieg.
Es ist an der Zeit für ein weiteres Eingeständnis: ab und zu wird in dieser Reihe versucht, vom Charakter der behandelten Stücke (Nr. 1 Hits der BRD seit 1959 in chronologischer Abfolge) Aussagen über die inhaltlichen und ästhetischen Vorlieben der Menschen zu treffen, die sie erwarben. Nicht selten wird es dabei ein wenig polemisch.

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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
9. November 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XLIV

ALLES HALB SO WILD

Die konservativen Stones kommen auf dem alten Gaul Provokation geritten und eröffnen mit “The Last Time” die gefühlten 60er.

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Die Rolling Stones, das ist, einige werden sich erinnern, die Band, deren Mitglied einst Brian Jones war und die es sich nach dessen Austritt und Ableben 1969 nicht nehmen ließ, weiter Musik zu spielen; erst Bluesrock, dann Rock und mittlerweile wohl Classic Rock. Ihnen noch nie in irgendeiner Form begegnet zu sein ist ebenso unwahrscheinlich wie ihnen gegenwärtig nicht zu begegnen. Und warum auch nicht? An eine Band, die Alben wie „Aftermath“, „Their Satanic Majesties Request”, „Beggars Banquet“, „Sticky Fingers“ und „Exile On Main St.“ veröffentlicht hat, kann man sich ruhig erinnern. Auch dann, wenn nicht immer klar ist, welches Maß der Achtung dabei angebracht ist.
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
31. Oktober 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XLIII

EIN KUNTERBUNTES NIEMANDSLAND

Die innerstädtische Glorie weißer Hemden kann mit Petula Clark und ihrem Musical in Songlänge “Dowwntown” nicht mithalten.

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Eine kleine Würdigung der britischen Sängerin wurde bereits an anderer Stelle unternommen, das können wir heute also ruhig anderen überlassen, zum Bespiel Glenn Gould („Gould’s fascination with Petula Clark (excerpt)”). Und uns dann einfach über einen guten Song freuen.
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
24. Oktober 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XLII

VERLIEBT EUCH ÖFTER!

Ja. Nein. Vielleicht. 42. Ein Handschuh. Wie war die Frage noch mal, Cliff?

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So langsam wird es heimelig. Bekannte Gesichter allerorten. Letzte Woche der Ronny, heute dann Cliff Richard. Und wie ist es doch angenehm, auch hinsichtlich der Art des Hits nicht plötzlich mit allerlei Unvorhergesehenem konfrontiert zu werden.
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
17. Oktober 2011 | 3 Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XLI

VIEL TEUFEL, WENIG DETAIL

Was will uns der heutige Schlager sagen? Offensichtlich nichts. Doch im Geheimen können wir spinnen.

Vorbei ist’s mit dem Jahr 1964, und was für ein tolles Jahr war das doch. Immerhin hatten die Beatles ihren ersten Nummer Eins Hit in der BRD.
Zugegeben, Rühmlicheres gibt es nicht zu berichten, mal abgesehen davon, dass „My Fair Lady“ den ersten Platz der Albumcharts räumen musste, den es seit deren Einführung 1962 inne hatte. Uns soll das aber reichen und genug sein, denn genügsam, das müssen wir nach wie vor sein, wenn auch nicht mehr allzu lang.

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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
10. Oktober 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN L

KRIEG IN DER KÜCHE, FRAU IM KÄFIG

Guter Song, schlecht interpretiert: nichts Neues, und auf jeden Fall nichts für die kanonische Rockhistorie. Die mag’s gern legendärer.

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Wie wunderschön: es gibt Neues zu berichten. Also, nicht wirklich, aber der Autor stieß auf etwas für diese Reihe hier Neues… nun, er entdeckte es freilich nicht. Beim chronologischen Abarbeiten der Singlehits wird nicht entdeckt, sondern abgeklappert, sozusagen. Aussuchen kann er sich da nichts, wenn heute schon wieder Bernd Spier Thema sein soll, dann wird er es auch.
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
5. Oktober 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XXXVI & XXXVII

Aus aktuellem Anlass – und weil er letzte Woche ausfliel – heute gleich die Doppelklatsche LIEDSCHATTEN:

Mit:
BEATLES: POP. und: RONNY: BERGESSEELEN AUS ALLER WELT.
Aber eins nach dem anderen.

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LIEDSCHATTEN XXXVI:
Beatles: Pop

Auch ohne aktuelle Nummer Eins geradezu ewig ganz weit oben: The Beatles. Heute mit „I Want To Hold Your Hand“.
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
12. September 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XXXV

Quatsch für Euch und creepy Zeug.

Harmlos? Gruselig? Belanglos? Täppisch? / Zahnlos? Duselig? Planlos? Neckisch? Nein, auf Bernd Spier kann man sich nicht wirklich einen Reim machen.

Ei, wie pfiffig! Und genügsam ist es auch noch. Covern und dabei den Text ins Deutsche übersetzen? Hatte sich bewährt, da brauchte man auch 1964 nichts anderes. Warum sich den Kopf über irgendetwas Neues zerbrechen, zum Beispiel diese wilde Beatmusik aus irgendwo in England?
Schließlich besaß die BRD auch 1964 noch einen sehr homogenen Musikmarkt mit recht speziellen Eigenheiten. Und dort konnte sich, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, niemand behaupten, der oder die sich nicht seinen Gegebenheiten anpasste. Für Interpreten war es also besser, die Lautschrift zu beherrschen, Autoren und Komponisten hielten sich an lokale Berühmtheiten, Schlagerfilme, Rundfunk und in stärkerem Maße auch das Fernsehen waren die Medien, um solche zu erschaffen.

berndNein, die Welt war damals noch in Ordnung, ein Satz, der suggeriert, sie sei es später nicht mehr gewesen, und wer weiß, vielleicht ist dem so, was ja aber Quatsch ist. Quatsch! Und wie Quatsch kommt es dem Autoren heute vor, wieder einmal einen Cover-Schlager anzumoderieren. Viel lieber würde er als großer Beatles-Fan von deren Debüt in den Charts der BRD in diesem Jahr berichten. Doch ach, erst einmal ist heute Bernd Spier dran, der hatte 1964 zwei Nummer Eins Hits, und zwar nach der oben erwähnten Methode. Und da die unsere an dieser Stelle eben chronologisch ist, möchte ich Sie nun darum bitten,

BERND SPIER

mit seinem Hit

“DAS KANNST DU MIR NICHT VERBIETEN”, JANUAR -FEBRUAR 1964″

ganz dolle herzlich zu begrüßen, klatschklatsch.
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
29. August 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XXXIV

JA, GRÜNE LIPPEN VIELLEICHT?

Schon mal andere als rote Lippen geküsst? Nein? Dann dürftet ihr Cliff Richards beipflichten. Außerdem: die grandiosen Shadows.

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Ein wiedergeborener Christ aus Großbritannien, das kann nur interessant werden. Schließlich lässt sich gegen die olle Christenheit immer so schön sticheln, und KünstlerInnen aus dem vereinigten Königreich, damit haben wir bisher wenige (genau genommen eine) und (vielleicht gerade deswegen) recht gute Erfahrungen (Erfahrung wäre richtig) machen können, man denke nur an Petula Clark (mal abgesehen vom Lied). Das aber wird heute sich ändern, Cliff Richards „Rote Lippen soll man küssen“ schlägt die Brücke ins Jahr 1964, und ab dann wird’s streckenweise spannender als bisher. Die Vorherrschaft des Schlagers wird nämlich gebrochen werden.
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
22. August 2011 | Keine Kommentare




DER LIEDSCHATTEN XXXIII

ZÜCHTIG IM PARK

Eine Pärchenlüge, gute Sitten und blöde Sachen, die bis vor gar nicht allzu langer Zeit mal im BGB standen.

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How fucking romatic: Gitte und Rex, uns allen bereits als Interpreten jeweils eines Nummer Eins Hits bekannt, dienten dem am Schlager interessierten Teil der BRD seit 1963 als knuffiges Traumpaar. Und waren sie das nicht auch?
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TEXT: Lennart Thiem | RESSORT: Der Liedschatten
15. August 2011 | Keine Kommentare