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DIE MODERNE SPRACHE DER EWIGGESTRIGEN

In OPAK #02 schreibt Fabian Lutz über die Kontaminierung deutscher Alltagssprache. Juliane Bartsch hat sich dem Thema auf andere Weise genähert.

Wer glaubt, die Zeiten von Sprachmanipulationen aus dem Dritten Reich wären vorbei, irrt. Nicht nur benutzen wir auch heute noch völlig unbedarft Begriffe, die nazistische Sprachdrechsler vor ca. 70 Jahren unter die Leute brachten; auch schaffen es Radikale unserer Zeit, mit einem neuen Sprachkodex nahezu unbemerkt in das Denken vieler Einzug zu halten und damit langfristig ihre Meinungsmache zu betreiben.

Wie viele häufig benutzten Begriffe oder Wendungen der Nationalsozialisten stecken im folgenden Absatz?
Es ist heutzutage leider weiterhin wichtig, große Kampagnen gegen Rechtsextremismus aufzuziehen. Jede noch so klein scheinende Aktion gegen Fremdenhass und Antisemitismus hat historische Bedeutung. Wir müssen uns fanatisch gegen Faschismus jeglicher Ausprägung stellen, aber beachten, daß wir bei der totalen Ausradierung aller rechtsradikalen Tendenzen trotzdem unser sonniges Gemüt bewahren, um frisch und fröhlich unsere alltäglichen Aufgaben zu organisieren.

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TEXT: Juliane Bartsch | RESSORT: Heft, OPAK #02
11. August 2009 | 1 Kommentar