ARMS AND SLEEPERS – THE ORGAN HEARTS
Langsam rollt die neue Platte der Arms and Sleepers an. Ihre Dramaturgie ist von Vorne bis Hinten derart stringent das man sich manchmal fragt, wozu denn überhaupt noch Pausen zwischen die Tracks geschnitten wurden. Das Gefühl von Zugfahrt, das sich schon zu Beginn des Albums einstellt, wird man auch im restlichen Verlauf nicht los. Man steigt also ein – nicht in einen spektakulär verrosteten Ostblockzug mit besoffenem Schaffner, auch in keinen ICE 3 – und fährt gemächlich auf ziemlich festen Schienen durch die Landschaft. Ihre vorherigen Alben wurden oft als filmische Erlebnisse bezeichnet, doch Filme, dich ich als Erlebnis bezeichnen würde sind auch verstörend und brutal, verletzend oder experimentell. Das ist hier wohl nicht der Fall. Stattdessen wurde eine Strecke gewählt, die unerklärlicherweise durch Touristendörfern wie Air (Antwerp), Gotan Project (Reprise) oder gar U2 (I sing the body electric) führt. Sie verschwinden zwar bald schon wieder im sphärischen Dickicht der Platte, aber nichtsdestotrotz…
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4. Mai 2011 | Keine Kommentare




