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NIAS – AUF TOUR

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Foto: Inga Seevers

In der Hauptstadt wird nicht nur gefrickelt und am minimalsten erreichbaren Sound gebastelt, hier wird auch mit viel Spielfreude Pop produziert. Von NIAS zum Beispiel. Das zweite Album der drei Herren steht seit ein paar Tagen in den Läden. Jetzt geht’s auf Tour. NIAS geradlinige Beats, verspielte Ideen und der Discosound schreien geradezu nach „Arme in die Luft und ab auf die Tanzfläche!“

Und zwar an folgenden Orten:

22.03.2012 Dresden, Scheune
23.03.2012 Kaiserslautern, Cotton Club
24.03.2012 Köln, GetAddicted Party @ Art Theater
28.03.2012 Nürnberg, MUZ Club
06.04.2012 Berlin, Record Release Party @ Festsaal Kreuzberg
08.04.2012 Hamburg, Record Release Party @ Übel&Gefährlich
27.04.2012 Frankfurt, Nachtleben
01.05.2012 Hannover, Ruby Tuesday@Cafe Glocksee
21.07.2012 Konstanz, Kulturladen Sommerfest

TEXT: Aida Baghernejad | RESSORT: Allgemein, Musik
20. März 2012 | Keine Kommentare




NOTIC NASTIC – FULL SCREEN

noticnastic
Mit düsterem Elektropop hat man mich ja quasi sofort. Ich mochte schon als Teenie lieber zu She Wants Revenge als Christina Aguilera auf Schulparties tanzen, ich mag Fever Ray, ich mag es wenn es dunkel wird und wenn die Bässe böse und treibend werden. Und genau darum geht’s bei Notic Nastic. Aber auch um artsy Party, sehr femininer Sexyness und – dessen bin ich bin mir ziemlich sicher: die haben da so eine Sache mit Zombies am Laufen.
Schon das Debüt des New York/Berlin-Duos erschien auf Shitkatapult, ein Jahr später also der Nachfolger der selbstbenannten Techno-Aliens, die ihre Identität lieber für sich behalten und ganz zeitgeistig in ihren Texten ein bisschen Kapitalismuskritik üben und über die Musikindustrie herziehen – Kritik ist dieses Jahr eben angesagter als Blingbling. Besonders gut funktioniert das beim Kracher „Illuminati Bitch“. (weiterlesen…)

TEXT: Aida Baghernejad | RESSORT: Musik, Reviews
21. November 2011 | 4 Kommentare




SCHLAMMPEITZIGER – VORAUSSCHAUENDE BEBAUUNG

Schlammpeitziger
Treten Sie ein! Kommen Sie näher! Hier gibt es lauter wunderliche Dinge zu sehen! Da ein Knadderatz, dort ein kleiner Tanz und vergessen Sie nicht die Hauptattraktion: Vergnügunsparkchef Schlammpeitziger mit seinem verzogenen Synthiesound.
Erleben Sie eine Fahrt zum Mond und feiern Sie eine Cocktailparty mit Aliens und Robotern. Das alles passiert zu entspannten Dancerhythmen, die nicht in die unsrige Welt passen. Und dann wiederum – peng und puff! – finden wir uns auf einem sonntagnachmittäglichen Spaziergang am Rhein wieder und hören uns seltsame Texte an, die Hgich.T zu Ehren gereichen würden.
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TEXT: Aida Baghernejad | RESSORT: Musik, Reviews
17. Oktober 2011 | 1 Kommentar




TANNHÄUSER STERBEN & DAS TOD – EIGENGIFT

LP_Cover.aiWo bin ich hier gelandet? Der Planet Tannhäuser Sterben & das Tod ist eine ganz, ganz seltsame Welt. Irgendwie endzeitig, irgendwie vorzeitig, man kann das alles nicht genau zuordnen. Da vorne plätschert eine Reggaeton-Gitarre, drüben ist plötzlich ganz rockig, dann für Sekunden tanzbar, bis es anfängt zu knattern, zu knarzen. Synthies und Computerklicks und -klacks, Stimmen, die verzerrt werden und in Hall münden, eine fast sphärische Frauenstimme, krrrk macht es und Filme reißen und im Hintergrund erahnt man etwas, was man früher noch Musik nannte. Aber vorne hört es sich an wie Monster und kaputte Elektrogeräte, die sich aber von der Menschheit losgesagt haben und nun ein eigenes Leben führen. Nochmal: Wo bin ich hier gelandet?
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TEXT: Aida Baghernejad | RESSORT: Reviews
31. Mai 2011 | 4 Kommentare




TELEVISION PERSONALITIES

TV

Rolf Zuckowski kann einpacken, denn Dan Treacy ist unter die Kinderliedmacher gegangen – so hört es sich erst an, wenn man „A Memory Is Better Than Nothing“ in den Player schiebt und sich dazu das Cover der neuen Television Personalities-Platte anguckt. Aber nein, dazu ist die ganze Sache viel zu fragil, viel zu kaputt. Seit 1978 haut der „Übervater all der komischen Käuze“ der Popwelt, wie Dan Treacy im Popblog der Taz genannt wird, entgegen aller Widrigkeiten – wie auseinanderbrechende Bands, Drogensucht, Gefängnisaufenthalte – mal mehr, mal weniger regelmäßig und fleißig Alben heraus.
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TEXT: Aida Baghernejad | RESSORT: Musik, Reviews
11. August 2010 | 1 Kommentar