I AM OAK – OASEM

iamoakNachdem Thijs Kuijkens Debüt „On Claws“ bereits großen Anklang in der internationalen Musikpresse fand, kann der Niederländer sich nun tatsächlich „Let’s make the Netherlands a threat again“ auf die Fahne schreiben. Und so singt er auf seiner neuesten Veröffentlichung (Midsummer Records) auch „Raise your fists like you ought to / Raise your voice like mine“. Dieser symbolische Aufschrei bleibt aber das einzig Bedrohliche des Albums, denn Oasem beinhaltet den ruhigen Folk, den man von Kuijken bereits gewohnt ist. Das vertraute Gerüst aus Gitarre und einem sich langsam schleppenden Schlagzeug wird auf Oasem allerdings immer wieder von elektronischen Instrumenten unterwandert und die rauschenden Synthies versehen das Album mit einer Wärme, die fast schon greifbar erscheint.

Kuijkens Stimme pendelt zwischen resigniert und optimistisch und verleiht jedem Song nur durch den Gesang eine eigene Dynamik. Mit Geigen und Harmonium an den richtigen Stellen erhalten die Stücke epische Höhepunkte, ohne jedoch dem Kitsch zu verfallen. 12 Songs in 33 Minuten, sprich: Qualität statt Quantität. Holland statt Skandinavien und Folk mit elektronischen Untermalungen bleibt salonfähig.

TEXT: Maximilian Römer | RESSORT: Reviews
14. Juli 2011 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed





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