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VERGESSENE STILE 30

thumbnail.aspxAus aktuellem Anlass gibt es gleich noch einen Stil um die Ohren, nämlich den Folgenden:

Susanne R., das Lätta-Girl: Selbst ich immer &

Aus dem Mutterleibe kroch ich dreckig,
war erschöpft und schrie ganz blöde
und weil ich bin, wie ich bin:
lebenslustig, spontan, witzig,
leidenschaftlich, kreativ & immer ich selbst.

Als Kind lobsangen die Menschen
meinen süßen Sommersprossen
immer nur, niemand erwähnte, wie
lebenslustig, spontan, witzig,
leidenschaftlich, kreativ & immer ich
selbst sein konnte. Die lahme
Sommersprosse schimpften sie mich.

Das Studium gab mir nur Bücher
und verkaufte Buchstaben für Leben, um
leidenschaftlich, kreativ & immer
zu bleiben, musste meine Lebenslust
in Lättapampe sich kleiden.

Und inzwischen und weil ich bin
leidenschaftlich, kreativ &
Susanne R., das Lätta-Girl.

Oh Susanne, wie weißt du die Plattformen der Welt zu nutzen für deine filigrane Selbstsezierung und Lebenszelebrierung mit der Butter, nein Margarine um deine strahlenden Sommersprossen und deine zarten Worte, die in archaisch strenger Metrik Zeugnis ablegen von dem, wie es sich anfühlt, eine Frau zu werden, die bei übermäßiger Hitze schnell dahinschmilzt, nach geraumer Zeit ranzig wird und wunderbar auf ein Brot passt. Du schmierst noch Selbstzweifel und Selbstzweifelsuche in einer Marinade aus künstlerischer Finesse auf die Butterschnitte deiner Existenz, besingst ohne Skrupel ländersprengend die Liebe und das Leben („Oh süßer, schwedischer Boy/ mit der so genial/ italienischen Aura ums Haupt,/schäl meine süßen Früchte/ am Morgen und klecker/ Margarine drauf.“) und nennst deinen Gedichtband anlässlich des Wettbewerbs zur Lätta-Frau (mit der Weisheit allerletztem Schluss als Gewinn: einer Rolle in einem Werbespot, roter Teppich und Promi inklusive) kess und kreativ „Confessions of a Lätta-Girl“. Darin enthalten sind einige Hundert Gedichte, in denen du teils leidenschaftlich, teils kreativ, teils lebenslustig, teils spontan, teils witzig und teils immer du selbst den Licht- und Schattenseiten eines Lebens rund um Perugia, Sommersprossen und Butter, nein Margarine, poetisch und wertstiftend ein Denkmal setzt. Wer würde dir nicht die Erfüllung deines Lebenstraumes missgönnen, aber das Fundament deines Ruhms ist gesetzt, du hast nicht auf Sand gebaut.

TEXT: Sebastian Schreck | RESSORT: Vergessene Stile
30. Mai 2011 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed



33 KOMMENTARE


  1. Hey Sebastian Du hirnie ! Ich find das geht Echt zu weit was du der Susanne da antust. das ist doch jedem selbst Seine sache wie er sein leben gestalten möchte und was er für wege geht im leben und was Für träume er hat. Und ich find das echt toll das sie so dafür fightet das sie sich selbst so posi tiv Beschreiben kann und alles. Ihr text ist auch echt mal was anderes und nicht so ein sinnloses palaver wie Von den anderen!!! Außerdem ist ihr Bild echt süß und ich find sie ne richtig scharfe schnekce!!! ey ich würd 1 million mal Für sie voten wenn die mich lasen würden!
    Votet Alle für Susanne!!!
    LUV U SUSANNE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


  2. Welche Kritik!
    Ungelesen seit Äonen!
    Nie konnte sich der wendige, der umsichtige, der scharfsichtige Geist ein edleres Gewand anlegen als mit diesen Zeilen, nie aus weicherem Bausche mit Argusaugen auf argloses Beutetier spannen, nie treffsicherer hinabstoßen (ein Dorn der Kralle, die den ohnmächtigen Körper umklammert, bohrt sich noch in derselben Bewegung mitten ins schlagende Herz) ohne dabei dem Todgeweihten auch nur einen Laut seines Namens, einen Deut seines Wesens, ein Indiz für seines Todes Ursach’ preiszugeben.
    Oh lieber Poet! Hier küssen sich Sinn und Form! Hiermit mögest Du die Krone dichterisch-kritischen Schaffens dem verknöcherten Träger entreißen und sie Deinem adligen Haupt aufsetzen! In Deinem Geist sind große Geister verschmolzen: Kämpfernaturen, willensstarke Willensbrecher, hier bist Du Nietzsche, Wallenstein, Baudelaire und Eduard Mörike, die sich in Deinem Werk zu neuem Spiritus erheben!
    Lang, lang noch werde ich mich an diesen Zeilen laben, ja, laben müssen, um nicht lechzend zu vergehen!
    Danke!


  3. @Pankitatzli: Sie sprechen in fremden Zungen, mir unbekannter Herr! Ich hoffe, Sie haben kein Problem mit Drogen und/oder Krankheit. Eduard Mörike… das ist doch nicht Ihr Ernst! Aber trotzdem bitte und gern geschehen.

    @Kevin: Dass die Susanne eine Gute ist, lässt sich schon allein aus ihren “Confessions of a Lätta-Girl” herauslesen. Wer so gekonnt lyrische Sprache, positive Grundhaltung und essenzielle Grundfragen des Lebens kombiniert, der kann nicht anders als mit margarinenverschmierten Händen zu ergreifen. Du bist ergriffen, Kevin, und das zu Recht. Ich bin auch ergriffen, keine Sorge. Allein Susannes Gedicht “Miese Margarine” lässt mich erbeben (sogar mit Zeitbezug!):
    Sommersprossen sprießen süß
    in italienischer Intensität
    und von Margarine massiert.
    Die bange Frage:
    Ist das Kribbeln und Blubbern
    im Bauch mein Hochgefühl
    oder nur ein Darminfekt?


  4. Ey du veralbers mich doch das merk ich gleich Mann!!! du ziehst voll über sie her und machst sie Voll runter in deinem gedicht! d du hast einfach kein respekt vor ihrer leistung und dem was sie sich traut. Trau du dir Das erstmal Zu! sie ist ebe neinfach sie selbst ja und das ist &§$%&ßeschwer heutzutage einfach mal man selbst zu sein und ganz natürlich rüber kommen und so. Ey ich find das Voll daneben was du hier für &%()%ße abziehst!
    LUV U SUSANNE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


  5. Lieber Kevin, du verstehst leider überhaupt nichts! Du kannst weder dem Poeten nachfühlen noch der Schärfe seines Geistes etwas entgegensetzen noch kannst du auch nur die kleinste Idee davon haben, welch mächtigen Wurzeln die Kraft und Herrlichkeit dieses Opus entsprießt. Ja, Nietzsche, die Bestie, der Vernichter abendländischen Denkens! Ja, Wallenstein, der die Nächte in dreckiger Erde, im Blut und Kot seiner eigenen Soldaten verbrachte! Ja, Baudelaire, der der Ästhetik des Schönen den Dolch mitten ins Herz hieb. Ja, Eduard Mörike, der verkannte Destrukteur mittelalterlicher und neuzeitlicher Sehnsuchtslyrik und Pseudoromantik, die geheime Triebfeder eines jeden heutigen Dichters – wie in den folgenden Zeilen über “Sommerwesten” – oder “freundliche Naturen” – offenbar wird:

    Neulich auf der Reise traf ich
    Auch mit einer Sommerweste
    In der Post zu Besigheim
    Eben zu Mittag zusammen.
    Und wir speisten eine Suppe,
    Darin rote Krebse schwammen,
    Rindfleisch mit französ’schem Senfe,
    Dazu liebliche Radieschen,
    Dann Gemüse, und so weiter,
    Schwatzten von der neusten Zeitung,
    Und daß es an manchen Orten
    Gestern stark gewittert habe.
    Drüber zieht der wackre Herr ein
    Silbern Büchslein aus der Tasche,
    Sich die Zähne auszustochern;
    Endlich stopft er sich zum schwarzen
    Kaffee seine Meerschaumpfeife,
    Dampft und diskuriert und schaut in-
    mittelst einmal nach den Pferden.
    (1832)

    Dem Kenner verbirgt sich nicht der Hass auf das kleinkarierte Bürgertum, auf die Unkenntnis der Produktionsverhältnisse, auf das Schmarotzen der Bourgeoisie an der Gunst des Monarchen, auf die etikettierte Dialogkultur. Es dominieren die Farben Rot und Schwarz, die Farben des Anarchismus: Rindfleisch ist rot in rohem Zustande, “rote Krebse” schwimmen in der Suppe und Radieschen sind ebenfalls rot. Schwarz ist das Heraufdämmern des Gewitters, schwarz ist der Kaffee, schwarz muss auch das sein, was der Bourgeois sich aus den Zähnen entfernt, schwarz ist seine Lunge nach dem Rauchen, schwarz sind die Pferde! Das Aufziehen des Gewitters signalisiert den Untergang des bürgerlichen Idylls, das Wogen der heranwalzenden revolutionären Massen, bereit dem Monarchen das Herz mit bloßen Händen herauszureißen. Wer Mörike genau rezipiert, mit wachem Geiste und in Kenntnis seines monumentalen Werkes, der muss nicht erst zwischen den Zeilen lesen, um das Wesen seiner Lyrik zu schauen.

    Damit, lieber Kevin, solltest Du einen Geschmack dessen erhalten, was es heißt, ein Kenner und Genießer von Lyrik zu sein, was es heißt, den richtigen Umgang mit solchen Opera zu pflegen und dem Poeten seinen verdienten Lohn nicht vorzuenthalten.


  6. Werter Herr von Vollberg,

    aus Kevin spricht der gesunde Geist eines reinen Herzens, bodenständig und nicht so entfremdet wie Sie. Mit den Ohren am Boden der Tatsachen erkennt er die wahre Größe einer Frau, deren Streben ein wahrhaft weibliches ist, zu schmücken und erfreuen ist ihr Begehr. Und das muss man sich in dieser entwurzelten Zeit erst einmal trauen, jawohl!

    Also: Hut ab, Kevin, und das mit dem Schreiben wird schon noch, die Zunge folgt dem Herzen, da wird auch die Hand nicht lange auf sich warten lassen!

    Ihr ergebener

    Karl


  7. Wer ist Susanne R.? Und was ist Lyrik?

    Aufmerksam verfolge ich diesen Thread und frage mich die ganze Zeit:
    Wer ist diese Frau mit dem beachtlich großen Traum? Die Frau mit der Lätta-Dose und diesem spitzbübischen Lächeln, das die Frage offen lässt, ob sie denn schon fand, was sie sucht oder ob sie überhaupt nicht weiß, was sie gerade findet? Dem Erwachen welcher ihrer Sehnsüchte dürfen wir gerade beiwohnen? Sie möchte einem inneren Rufen majestätischen Ausdruck verleihen – doch was ist es, das da ruft? Ihren Gedichtband habe ich mehrmals gelesen, von vorn nach hinten und von hinten nach vorn: Eine Antwort fand ich nicht.
    Womöglich bietet Lyrik nicht die Mittel, die angemessen wären, dieser rätselhaften, blonden, spitznasigen Muse Wesen und Facettenreichtum ein sinnfälliges Dasein zu verleihen. Und wenn nicht Lyrik, ja, was dann… – L…?

    Ich bin neugierig und werde den Verlauf gespannt weiter verfolgen mit den besten Glückwünschen für die couragierte Dame!

    Ihr S. Eylenbergh


  8. Ich bin erstaunt ob der Unerschrockenheit, mit der sich die junge Frau unseren Projektionen anbietet, sich geradezu hinwirft und ausbreitet, oder aber, um in ihre Sphäre vorszustoßen, sich hinstreichen lässt.

    Doch ist das gesund? Man bedenke nur, was aus Frau Bachmann wurde… je mehr ich über die Kühnheit dieser jungen Dame nachdenke, umso stärker umfängt mich eine klare Kühle… mich fröstelt. Ich, ein gestandener Mann, spüre Angst. Morgen wird mich das Päckchen mit dem Buch erreichen, mein Schicksal mich ereilen. So sei es dann also, mir bleibt nichts zu wünschen übrig, ich habe die Welt gesehen, und ab morgen werde ich sie in meinen Händen halten. Sollen die Menschen doch reden.


  9. Werte Runde, ich biete der kontextuellen Einordnung des Schaffens der Dichterin und Werbeikone eine weitere Sphäre an: Den Backfischroman des 19. Jahrhunderts, in dem jeweils eine junge Frau erzogen wird, so dass ihre Sehnsüchte endlich für die Ehe und das Hausfrauendasein hinfortgezüchtet und abgestumpft werden. Susanne R. liefert die moderne Entsprechung dazu, nur mit dem Unterschied, dass sie aufbegeht und dort, wo alle anderen sie passiv unterdrücken wollen, aktiv überdreht, Schönheit an Stelle von gesellschaftlichem Zwang setzt, ihre Spontaneität und Kreativiät nicht verriegeln lässt und vor allem sich treu bleibt in einer Zeit, in der jeder jemand anderes ist und die Suche nach dem Selbst das Selbst der Suche ist. Susanne R. möchte sich nicht verbiegen lassen und setzt dem die drei L’s der modernen, selbstbewussten Frau entgegnen: Lätta, Lyrik, Leidenschaft.

    Ich bin mir sicher, dass Susanne R. sich treu bleiben wird und ihre Eigenheit nicht von gesellschaftlichen Zwängen wegvoten lassen wird. Schließlich hat sie jetzt schon Vorbildstatus.


  10. Ach, was ist das wieder einmal typisch… eine Frau bietet sich dar, und die Männerwelt ergeht sich in ach-was-für-großen Worten und Begriffen und Gesten, dazu dient ihr die Frau. Was wollt ihr denn mit “Vorbildstatus”? Ein Bild, dass ihr Euch vorstellt, werte Männer?

    Ich hoffe, sie wird nicht das gleiche Schicksal wie Lou-Andreas Salome ereilen, die heute auch nur noch bekannt ist, weil ihr Rilke und Nietzsche schöne Augen machen… es ist also angeraten, die Gerüchte kritisch zu betrachten, Durs Grünbein und Frank Schirrmacher ließen ihr Blumen zukommen, wobei dem jeweiligen Boten unglaubliche Summer gezahlt würden, falls es ihm gelingen sollte, den das rivalisierenden Galan am Auliefern der Blumen zu hindern. Achten wir darauf, dass nicht mehr als nur Sträuße gerupft werden!


  11. Oh lieber Gertram,
    dein Leben wird “danach” nicht mehr dasselbe sein wie vorher. Mir selbst wiesen diese Verse einen völlig neuen Weg und ich bin unendlich dankbar dafür:

    Butter in meinem Haar
    und Salz auf dem Schafott,
    des Henkers Blick so klar
    und vor mir dieser Pott
    mit Schierling
    (lieber wäre mir ein Bierling) -
    dieser schicksalsträcht’ge Gral
    stellt mich vor unerträglich’ Wahl:
    Wie Schierling oder Guillotine
    so Butter oder Margarine!


  12. Ach, lieber Siegismund, ist dir noch nicht zu Ohren gekommen, dass diese Verse inzwischen als unecht gehandelt werden? Ob sie echt sind oder nicht, vermag ich nicht zu entscheiden, allerdings sehr wohl zu beurteilen – spricht aus ihnen doch der Schmerz dieser Existenz:

    Gepriesen wird die Leichtigkeit des Todes durch Enthauptung, selbstverständlich metaphorisch, die innere Zerissenheit, die Dialektik zwischen Gut und Böse, zwischen Butter und Margarine in sich selbst spüren zu müssen und all seine Kraft der Synthesis des phänomenologischen Heuroumenon opfern zu müssen. Dies spricht freilich GEGEN die Echtheit dieser Verse, die doch einer so ganzheitlichen, in sich selbst ruhenden Persönlichkeit entstammen sollen.

    Allerdings könnte dies auch ein Argument FÜR deren Echtheit sein: Gerade um die innere Zerissenheit zu vertuschen, muss sie nach außen hin Vollständigkeit, Perfektion, ja – ich möchte noch einmal den Terminus der Ganzheitlichkeit verwenden – ganzheitlich zu erscheinen. Es sind die gesellschaftlichen Zwänge, die es ihr verbieten, den Schmerz dieser Dialektik zur Schau zu stellen. Die Gesellschaft, die doch so nach der Wahrheit lechzt, ist es selbst, die Gefühle und Ambiguität tabuisiert und sich so den Weg der Wahrheitserkenntnis verbaut.


  13. Liebe Glorhilde-Susanne, Missmut und Engstirnigkeit kleiden keine Frau gut und das Auge will mit Honig umschmiert werden. Sie und ihr staubtrockener, antiästhetischer Emanzipationsbegriff sind doch ein Relikt längst vergangener Tage. Wer heute erhört werden will (gerade als Frau), der braucht süße Sommersprossen, metrisches Selbstbewusstsein und einen ordentlichen Batzen Lätta. Warum sollte gerade eine Susanne R. ihre Vorteile unter den Teppich kehren, warum soll die überreich Beschenkte uns Leser nicht auch überreich beschenken? Ihr lyrisches Schaffen weist weit über ihre Weiblichkeit hinaus, aber ihre Weiblichkeit bereichert ihre Lyrik (hauptsächlich mit Margarine). Oder leugnen Sie das, Fräulein Schnackenpeitsch?

    PS: Durst Grünbein biedert sich doch nur bei ihr an, um endlich mal in paar Tipps zur Verfeinerung seiner grobschächtigen Lyrikversuche zu bekommen. Der zählt also generell nicht und erst recht nicht als Äquivalent zu Nietzsche oder gar dem großen Rainer Maria.


  14. Nein, verehrter Herr Funkelgrimm, ihre “liebe” Glorhilde-Susanne mag ich nicht sein wollen, besser noch, ich vermag nicht, ihre “liebe” Glorhilde-Susanne zu sein und möchte doch sehr darum bitten, auch in der Anonymität des Netzes die Etikette nicht zu verletzen, ansonsten sehe ich mich gezwungen, ihrer Äußerungen nicht ersnt nehmen zu können. Doch das möchte ich, und es ist mir ein großes Bedürfnis, auf sie einzugehen.

    “Staubtrockener, antiästhetischer Emanzipationsbegriff”, nein, gegen die Schönheit möchte ich nicht sagen, ich suche und hege sie, wo immer ich sie zu finden vermag, und ach, nur zu selten will mir dies gelingen… das finden, nicht das hegen.
    So ist sie also schön, die Susane R., doch was macht ihr? Erwartet, von ihr beschenkt zu werden, genießt es, sie betrachten zu dürfen, als könne es gar keinen anderen Weg geben, sie ihrer Werk und ihrer Person zu nähern.

    “Als Kind lobsangen die Menschen
    meinen süßen Sommersprossen
    immer nur, niemand erwähnte, wie
    lebenslustig, spontan, witzig,
    leidenschaftlich, kreativ & immer ich
    selbst sein konnte.” ,

    und Sie, Herr Funkelgrimm, fahren auch heute noch damit fort. sehen nur, dass eine Frau ja “erhört” werden wolle, doch wer sagt das? Nur die Eitelkeit der Männer! Ein Schrei um des Schreiens willen, die Geburt der Posie aus Verzwiflung, was wissen sie schon davon, ist die Welt doch nur für sie gemacht… nein, die Schönheit muß vor Männern wie ihnen, die eine jede Sommersprosse zu zählen wünschen, geschützt werden. Und ich bin mir ganz sicher, dass sich Susanne R., streitbare Amazone des Wortes, ihrer tranigen Schmeicheleien erwehren können wird.


  15. Ihr seid ein lustiger Haufen! Ich mein, die Wahrheit liegt irgendwo zwischen der scharfen Schnecke und der Dialogik aus Zwang und Susanne R. selbst. Alles ist doof und sie bleibt sich treu. Sie lässt sich nicht verbiegen, nicht verkohlen, nicht umdichten. Sie ist wie Che Gevara, nur ohne Waffen. Ich mein, sie erinnert mich an wen anderen, von dem letztens in der JG einer sprach: Susanne R. ist so revolutzionär und echt wie Jesus! Ich mein, wenn Jesus Lätta gekannt und süße Sommersprossen gehabt hät, das wär das Selbe! Mit Bibel statt Gedichten, ja klar, aber das ist für die Susanne nur eine Frage der Zeit. Ich werd in der Schule alle anquatschen, für die Susanne zu voten, die soll unser Lätta-Girl werden und alles wird dufte. Da hat der Kevin schon recht: LUV U SUSANNE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


  16. Mann Kalle danke ey!! endlich mal einer der den ganzen labersäkcen hier den arsch wäscht! das mit der Jesus%§$%&ße versteh ich zwar nich so richtig aber susanne ist eine schafre schnecke und zwar voll!!!


  17. Also zunächst erst einmal meine allergrößte hochachtung der jungen Dame soviel Mut zu beweisen dort überhaupt anzutreten. Und dann muss ich ja mal was sagen. Wie dieser aufgebrachte Mut hier zerredet und niedergemacht wird finde ich gelinde gesagt eine Zumutung. Was hier gesagt und geschrieben wird macht all das wieder kaputt, was die junge Frau verkörpert. Und was mich am meisten aufregt ist das genau das die Sache ist an der unsere Gesellschaft zu Grunde geht. Diese hochnäsigkeit und abneigung demjenigen gegenüber, der heutzutage mal ein bisschen was riskieren will. Und seis die große Klappe. Ihr müsst wissen vor der Wende hab ich als Maschinenschlosser im VEB “Hans Beimler” gearbeitet. Wir haben dort die großen Baureihen der Deutschen Reichsbahn gefertigt. Was ich meine. Wir waren keine Stümper! Wir haben unser Handwerk verstanden und konnten wenn die Sollziffern im Plan nach oben korrigiert wurde immer anpacken und haben immer unser Planziel erfüllt. Naja und nach der Wende was war da? Da kamen genau solche hochnäsigen Schnösel an und am alles was wir mit unseren Händen und mit harter Arbeit aufgebaut haben wieder eingerissen. Geschäftemacher haben wir damals gesagt so unter uns nach Feierabend. Und genauso wars nämlich. Alles hammse zugrunde gerichtet. Abgebaut, demontiert, weg schluss. Auf einmal war zu. HIer kannst nach hause gehen, haben die zu mir gesagt. Und damals hat kein einziger den Arsch in der Hose gehabt mal richtig aufzumucken auf den Tisch zu hauen und den Wessis mal zu sagen wo wir hier hin wollen. Wenn die das überhaupt interessiert hätte. Das ist die andere Sache. Aber wenigstens mal den Mund aufmachen, so wie diese Junge dame. Da währen wir vielelicht nicht arbeitslos geworden damals.
    Traurig, traurig.


  18. Lieber Gunter,

    die Gedichte der Susanne R. weisen selbstverständlich auch eine historische Dimension auf – und nicht nur das, es ist zugleich eine historisch-kritische Dimension. Zufällig gibt es von ihr einige Verse, die exakt Dein Problem thematisieren. Susanne R. entwirft in einem höchst grazilen Gedankenspiel ihre Teilnahme an Aktionen des Spartakusbundes und zugleich ihr unverwechselbares Selbstbild:

    Münchner Rätemargarine

    Dunkel war’s, die Räte liefen
    wie geschmiert mit Lätta-Mus.
    Und Beimler, längst ein Spartakus,
    und Rosa, Karl und Wilhelm schliefen.

    Beim Schmelzefeuer saßen wir:
    Hermann, Hugo, ich und Tine
    (Tine war mein Hundetier)
    und schmolzen Lätta-Margarine.

    Doch war‘n die Fritzen alle rot
    und ziemlich bald auch mausetot,
    denn politisch immer hitzig,
    war‘n sie nicht wie ich: nämlich witzig.

    Außerdem lebenslustig, spontan,
    leidenschaftlich, kreativ
    & immer ich selbst.

    Man beachte den Stilbruch in der letzten Strophe, mit dem die Poetin – ausgesprochen elegant – durch die Relation von „mausetot“ und „hitzig“ den Antagonismus zwischen damals und heute, zwischen ihr und den Größen des sozialistischen Klassenkampfes, zwischen „rot“ und „witzig“ durch zum Ausdruck bringt. Aus diesen Zeilen sprechen Bewunderung, Verurteilung, Verwunderung und Beurteilung, hierin steckt ihr Selbst-Entwurf als Anachronismus sowohl zu der damaligen Zeit (durch den Stilbruch) als auch zur heutigen Zeit (durch den historischen Bezug). Ein Zeichen dafür, wie un-kategorisierbar die Susanne R. doch ist, welch fruchtbare Synthese scheinbar unauflöslicher Widersprüche in ihr möglich sind. Großartig!
    Hier erhält Margarine ihre Rechtfertigung und die historische Dimension, die ihr so lange aberkannt wurde. Ich gratuliere!

    Ihr S. Eylenbergh


  19. Liebe Community,

    auch wenn mir das jetzt keiner glauben mag: Ich habe vor Jahren einmal eine Nacht mit IHR verbracht, die ihr “Susanne R.” nennt. Aber das möchte ich jetzt nicht an die große Glocke hängen. Deswegen schreibe ich hier auch unter falschem Namen, damit IHR daraus keine Schwierigkeiten entstehen und damit IHRE moralische Integrität unangetastet bleibt. Die Nacht war wunderbar, obwohl ich nicht aus Schweden stamme. Am Morgen frühstückten wir zusammen, draußen, im Grünen. Auf dem Heimweg fiel IHR ein zusammengefalteter Zettel aus der Tasche, den ich heimlich aufhob. Ich gab ihn IHR nicht wieder, nein, ich steckte ihn ein und las ihn erst daheim, nachdem SIE gegangen war. Es war der größte Fehler meines Lebens !!! Wenn ich es doch nur rückgängig machen könnte!!! Ich denke noch heute oft an SIE. Der Gedanke an SIE ließ mich so lang hoffen und wünschen, dann trauern, weinen, fluchen.
    Ich habe SIE nie wieder gesehen. Hätte ich IHR den Zettel wiedergegeben, wäre heute vielleicht alles anders, wäre ich vielleicht der glücklichste Mann auf Erden. Wir hätten alles klären können!
    Auf dem Zettel standen diese Zeilen:

    Oh süßer schwedischer Boy!
    Kombiniere nie ohne mich
    Sommersprossen,
    Lätta & süße Früchte!
    Nie und niemals wieder!
    Ein Frühstück nur mit
    Dir & Deiner Logik
    impliziert ein Wir
    & die Grillen um uns
    herum
    zwischen sonnendurchtränkten
    Gräsern
    mögen‘s in die Welt morsen:
    ER tropfte Coffee auf mein
    heißes Bein, wo Früchte klebten,
    und LÄTTA schmolz dahin:
    Es muss dieses Liebe sein.


  20. @ mike
    ey träum weita alta !!!! die spield paar ligas höer als Du! boooa was fürn spinner!


  21. Oh glaube mir, Kevin! Sie hat Sommersprossen nicht nur im Gesicht…


  22. Meine Herren! Ich muss doch sehr bitten! Bitte tragen Sie diese Kontroverse nicht weiter in der Öffentlichkeit aus! Das ist in höchstem Maße unverfroren und peinlich für alle Beteiligten! Diskretion sollte auch in diesem Kreise stets gewahrt bleiben!


  23. Was gesagt werden muss, muss gesagt werden. Vor allem in der Öffentlichkeit.


  24. Nein, nein, ein lausiger Beach Boy sollte besser nichts sagen, wenn es darum gilt, ein elfengleich verhuschtes Wesen wie die Susanne mit dem Kot der fleischlichen Niedertracht zu beschmieren. Nur Lätta darf zu dieser Fee ins Bett und die Süßheit ihrer Sommersprossen lechzt nach Nahrung in Margarinenform und nicht in… O Gott! Ich wage nicht, derlei plumpe animalische Unverfrorenheit auszusprechen. Susanne R. ist längst mehr als ihr mit Sommersprossen besäter Körper, kein Schwede auf der Welt holt die Lätta-Lyrik-Legende ein. Es gilt, ihre Verse zu genießen und zu studieren. Genauso wie die Lätta und nicht… O Gott! Schweigen!


  25. [...] unterstützt. Vielleicht gibt es ja Bernd Spier-Coverversionen? Sebastian Schreck liest aus “Vergessene Stile“. Um das Ganze nicht so trocken in der Luft hängen zu lassen, haben sich noch zwei reine [...]


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