RIOT FOR CANDY

RFC “In den besten Familien” lässt man laufen und Mithörende fragen sich verwundert, wer diese Band eigentlich ist. Riot for Candy heißen sie und klingen jung. Jünger zumindest als all die großen deutschen Punkrocker, die mithilfe der Vokabeln Deiche, Bierflasche und Liebe („die sich am besten auf Angstschweiß reimt“) dem Leben andauernde Sinnschwere unterstellen. Die Wortwahl dieses Albums ist stark daran angelehnt, aber der Blick auf die Dinge ist ein anderer. Er ist der einer Generation abweichend von eben jenen Musikern, die die Dreißig längst überschritten haben. Die einen fühlen sich dabei alt, die anderen fühlen sich vielleicht verstanden. Wer wo was verloren hat wird nicht über pures Geschrammel besungen. Geboten wird ferner die Instrumentalseichtheit und ein Klavier wird auch gespielt. Am Album interessierte Nachfragen werden ab morgen direkt als Komplimente an Riot for Candy weitergeleitet.

TEXT: Janina Friedhoff | RESSORT: Musik, Reviews
15. August 2010 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed



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