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OPAK PRÄSENTIERT: KLEZ.E VARIATIONEN

Am besten nur noch schlafen…

Klez.e kehren auf die Bühne zurück. Die vier Berliner werden eine reduzierte Variante ihres Albums „Vom Feuer der Gaben“ ab Ende September im Rahmen ihrer „Variationen-Tour“ live präsentieren. Kurz zuvor, am 17. September, erscheint die neue Single „Der Welt ein Ort“ – das Video zur Single gibt’s genau hier:

KLEZ.E_Der Welt ein Ort from FM Pampuch on Vimeo.

Nadine Schildhauer hat Tobias Siebert, seines Zeichens Mastermind von Klez.e, im bandeigenen Studio getroffen:

OPAK: Nach eurer größenwahnsinnigen Platte, habt ihr eure Stücke für die „Variationen–Tour“ im September/Oktober reduziert und bemüht euch um eine intensivere Umsetzung. Ist das eine Antwort auf die Reaktionen des Albums?

Tobias: Es ist weniger eine Antwort auf die Rezensionen, vielmehr eine Antwort auf das Schaffen von uns selbst. Der aufwendige Prozess des Aufnehmens, die schwierige Live– Umsetzung während der letzten Tour und das wieder Ankommen hat sehr viel Kraft gekostet. Nach einer längeren Pause kam die Idee auf, die Lieder minimaler zu spielen, so wie sie sind. Bei der kommenden Tour wird also jeder nur ein Instrument spielen und es werden keine Samples verwendet. Wir haben gemerkt, dass es viel mehr Spaß macht, die Stücke so ganz zurückgenommen zu performen. Das ist für uns sehr intensiv.

OPAK: „Vom Feuer der Gaben“ habt ihr mit einem groß inszeniertes Theaterstück verglichen. Habt ihr diesen Gedanken weiterverfolgt und euch Besonderheiten für die Tour überlegt?

Tobias: Wir werden die Konzerte im September und Oktober minimal halten. Die Bilder, die zu den Stücken gemalt wurden (und im Booklet zu finden sind), projizieren wir auf uns, aber wir werden nicht Theater spielen. Das war tatsächlich eine Idee, ob man daraus nicht mehr macht als nur die musikalische Umsetzung, z.B. eine Oper. Die Idee wurde aber wieder verworfen.

OPAK: Werdet ihr auf der „Variationen–Tour“ alte und völlig neue Stücke spielen?

Tobias: Wir werden von „Flimmern“ ein paar Lieder spielen und zwei völlig neue Stücke, die noch gar nicht fertig sind.

OPAK: Bei TV Noir sagtest du, dass „Am Grund der Tiefgrünen Seen“ eine Geschichte über Robert Stadlober ist. Was hat es mit dieser Geschichte auf sich?

Tobias: Das ist eine fiktive, aber von der wahren Geschichte zwischen Robert und einer anderen Person inspiriert. Es geht um zwei Leute, die sich sehr lieben, aber es sehr schwer haben, miteinander klarzukommen. Sie sind sich am nächsten im Traum. Wenn sie voneinander träumen scheint alles gut und harmonisch. Aber am Tag, im normalen Leben, funktioniert es einfach nicht. Die Essenz des Textes ist: Am besten man würde nur noch schlafen.

neues_tour_2010OPAK: Bei „Leben Daneben“ hast du gesagt, dass du deine Stimme als Instrument begreifst, bei diesem wurden alle Texte veröffentlicht, inwiefern hat sich die Bedeutung des Songwritings seit „Leben daneben“ geändert?

Tobias: Ganz entscheidend. Am Anfang war ich mir meiner Stimme nicht so bewusst und es klang für mich einfacher zu sagen, ich bin kein Sänger, ich bin Musiker. Inzwischen habe ich mich mit Gesang und Text mehr auseinandergesetzt, weshalb der Stimme auf der „Feuer der Gaben“–Platte eine gleichberechtigte Rolle zukommt.

OPAK: Wenn man Klez.e liest werden lobende Vergleiche zu internationalen und deutschen genreübergreifenden Musikgrößen gezogen. In welchen musikalischen Kontext seht ihr euch?

Tobias: Wenn wir zusammenkommen, dann denken wir nicht darüber nach, in welche Richtung das jetzt geht. Wir treffen uns, machen Musik und dann entsteht irgendetwas. Bei „Feuer der Gaben“ wird es noch klarer, dass wir eigentlich gar nicht wissen, wohin wir schwimmen. Es ist alles erlaubt: Ein Chor kann einbrechen, eine Kirchenorgel laufen oder ein Orchester setzt ein. Man kann nicht sagen: Das ist jetzt Indie, Klassik oder Jazz. Es wäre gut, wenn man die Musik einordnen könnte. Ich denke viele Leute haben ein Problem mit unserer Musik, weil sie nicht wissen, was das eigentlich soll.

OPAK: Ihr werdet von Musikmedien im positiven Sinne gehyped, nichtsdestotrotz blieb euer Publikum in den letzten Jahren überschaubar. Ihr müsstet bekannter sein.

Tobias: Es gibt ein großes Problem, was immer wieder hervorgegholt wird und das ist der deutschsprachige Gesang.

OPAK: Habt ihr es schon mal mit englischsprachigen Texten probiert?

Tobias: Nicht mit Klez.e. Das war immer eine deutschsprachige Band. Ich habe natürlich sehr viel darüber nachgedacht. Zurzeit schreiben wir auch an neuen Stücken, wo es sich zum Beispiel anbieten würde. Ich fände es aber schwer, wenn man immer deutsch gesungen hat, plötzlich ein Album unter gleichen Namen in Englisch herauszubringen. Auf der anderen Seite fände ich es auch sehr reizvoll. Vielleicht versuchen mir das mal. Eine Idee war auch die „Feuer der Gaben“ Platte in Englisch aufzunehmen.

OPAK präsentiert: Klez.e – Variationen

29.09.10 Bremen, MS Treue
30.09.10 Hamburg, Prinzenbar
01.10.10 Oberhausen, Druckluft
02.10.10 Frankfurt, Yellowstage
03.10.10 Ulm, Cat
04.10.10 Regensburg, Heimat
05.10.10 Tübingen, Kino Löwen
07.10.10 Jena, Rosenkeller
08.10.10 Berlin, NBI
12.10.10 Dresden, Societätstheater

Alle Konzerte werden supported von Gary (in akustischer Umsetzung von Astrid Noventa und Robert Stadlober).

TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Musik, Präsentationskorb
26. August 2010 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed



3 KOMMENTARE


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