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CA’A

Ca'a Die CD mit dem ungewöhnlichen Namen Chi’en kommt voller Pathos daher, ohne in Kitsch abzugleiten. Schon der erste Track verspricht viel – doch die Spanier Ca’a schaffen es der Erwartungshaltung gerecht zu werden: Sechs experimentelle, verzerrte, laute und krachige Tracks, die teilweise eine Länge von 15 Minuten überschreiten. Ca’a führen uns in die bizarre Welt der schrägen Klänge behutsam ein, so dass einige Stücke beinahe unbemerkt im wüsten Schrammeln enden.

Die Stimme des Sängers ist kratzig, emotional, leidend – keineswegs gerade und agiert als zusätzlicher Bruch. Am besten jedoch wirken die Soundfetzen dann, wenn auf Stimmen und Paukenschläge verzichtet wird. Man lauscht Bassrauschen, Piepen, Klacken und dröhnend Tönen, die verschmelzen und am Ende langsam abklingen. Die Stücke mit lauten und leisen Tönen sind poppig sanft arrangiert und durchbrechen schon in der nächsten Sekunde genau dieses Schema. Klingt interessant! Auch wenn meine Schmerzgrenze zeitweise überschritten wird, erreichen Ca’a (fast) immer rechtzeitig die Kurve und liefern ein gelungenes Album mit Widersprüchen ab.

TEXT: Nadine Schildhauer | RESSORT: Musik, Reviews
22. August 2010 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed





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