YOUNG MAN – BOY

young_man_boy(Kitchen/Cargo) Von so einer Geschichte träumen viele. Und nur ganz, ganz selten passiert sie tatsächlich, da gehört schon eine Menge Glück dazu. Ein junger Mann schreibt im heimischen Jugendzimmer seine ersten Songs, covert ein paar Tracks die er gut findet, und dreht mit Freunden dazu kleine Videos. Das ganze stellt er auf seinen YouTube-Channel, den Bradford Cox von Deerhunter zufällig entdeckt und daraufhin in seinem Blog überschwänglich lobt. Der verhoffte Karrieresprung folgt für den unbekannten Musiker schließlich in Paris: Eine Konzertagentur nimmt ihn unter Vertrag, und er spielt im Vorprogramm von Animal Collective und den Local Natives. Nun ist das erste Album da, von einem Jungen, der sich selbst „Young Man“ nennt und sein Album „Boy“. Im echten Leben heißt der niedliche Wuschelkopf übrigens Colin Caulfield und könnte gut der große Bruder von Holden Caulfield sein, aus dem Jugendbuchklassiker „Catcher In The Rye“. Ähnlich wie der Roman von J.D. Salinger thematisiert Young Man in seinen Songs das Gefühl, auf der Stufe zum Erwachsenwerden zu stehen. Romantisch, vertäumt, vielleicht auch verklärt, mit allen Unsicherheiten und Vorfreuden, an die man doch gerne zurück denkt.

TEXT: Regina Lechner | RESSORT: Reviews
9. Juni 2010 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed



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