NICHT NUR FÜR ZILLO-LESER
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Noch bis zum 13.03. zeigt HELMRINDERKNECHT contemporary design in Berlin eine ungewöhnliche Ausstellung: Präsentiert werden Objekte des Schweizer Designers Frédéric Dedelly, der sich von der Vanitas-Malerei und Reliquiarkunst des Barock inspirieren lassen hat und mit „Memento Mori“ Themen wie Vergänglichkeit und Erinnerung mit Designobjekten zelebriert.
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Praktisch zum Eingrooven:
Die Tode der Fotografie von Katharina Sykora. Jüngst bei Wilhelm Fink erschienen, behandelt der erste Teil dieser auf zwei Bände angelegten Studie Fotografien in den Toten-, Begräbnis- und Erinnerungspraktiken westlicher Kulturen.
Unlesbar, weil Stoff zu heavy? Keineswegs. „Der Tod ist eine epistemologische Herausforderung nicht nur für unseren Verstand, sondern für unser Gefühl und unsere Sinne.“
Katharina Sykora ist Professorin für Kunstgeschichte, ihr Blick nüchtern distanziert und beispielhaft bezugreich. Sie verknüpft kunstgeschichtliche Untersuchungen mit medientheoretischen Auseinandersetzungen zur Grenze der Darstellbarkeit des Todes und stellt kulturhistorische Fragen nach dem gesellschaftlichen Kontext des Fotografierens, Präsentierens und Betrachtens von Toten. Stets anschaulich zwischen abstrakter Ebene und konkreten Fallbeispielen vermittelnd, formuliert Sykora in dem Bewusstsein, ein Standardwerk vorzulegen. Gute Einschätzung, nicht zuletzt auch wegen der ausgezeichneten Gestaltung dieses Buches.
11. Februar 2010 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed





