GISELA ELSNER: HUMORISTIN DES MONSTRÖSEN
Schlagartig berühmt wurde die damals 27jährige Schriftstellerin Gisela Elsner mit ihrem Debütroman „Die Riesenzwerge“ aus dem Jahr 1964. Ihr „böser“ satirischer Blick auf die scheinheilige Welt der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft faszinierte und entsetzte. Auch ihr extravagantes Äußeres, ihr „Kleopatra-Look“, sorgte für Aufsehen.
© Sina MöhringVielen galt Elsner in den 60er Jahren als die bedeutendste Satirikerin der BRD, heute jedoch sind ihre neun Romane und zahlreichen Erzählungen kaum noch jemandem bekannt. Der Kinofilm „Die Unberührbare“ (2000) über den Selbstmord der Autorin im Jahr 1992 erfuhr zwar große mediale Aufmerksamkeit, was aber am Desinteresse gegenüber Elsners Werk nichts änderte.
Die Aufsatzsammlung „Die letzte Kommunistin“ unternimmt nun den Versuch einer Wiederentdeckung Elsners.
Lasse Koch führte ein Gespräch mit der Herausgeberin, der Hamburger Literaturwissenschaftlerin Christine Künzel.
Hier gibt es die ungekürzte Langfassung als PDF.
1. Februar 2010 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed




