ANOIS: TREE HOUSE WHISPERS

“/we fall into the solitude of this room / you draw it on my back / our shapes throw shadows on the walls and holes in this mess / behind the ceiling all is lost / no certain place to go / we’ll stay and create a pleasant place of open fields and snow/”

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Anne Baier und Lars Kranholdt sind Anois1. Und ihr Album erinnert so sehr an die Szene aus der Unendlichen Geschichte, in der der kleine Junge sich noch nass vom Regen im Raum der Schule verkriecht unter die alte Decke, das große Buch aufklappt, liest und versinkt. Und wie er nicht einmal merkt, dass der Regen aufhört. Und wie er nicht einmal merkt, dass es dunkel wird. „Tree House Whispers“ klingt nach einem Dachboden, auf dem man die Stadt vergessen hat und vom Fenster aus auf ein weites Feld schaut, auf dem sich ab und an mal ein Tier regt. Das sind Lieder, die sich auf’s Wesentliche konzentrieren, den Wind, das Flüstern, die Linien der Äste am Himmel, die Wärme der Schulter neben der eigenen. Anois klettern vom Dachboden durch das Fenster direkt auf den Dachfirst und warten am Schornstein, bis jemand kommt. Eine Hand über der Stirn und mit dem Blick auf das Wetter, das innen tobt.

“/we sew a new world with our hands / “

Fußnotiert:
  1. sprich: Ännisch []
 
TEXT: Redaktion | RESSORT: Fundsache, Mish Mash
14. April 2009 | Kommentieren | Trackback setzen | Kommentare als Feed



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