Wir freuen uns auf das Konzert am kommenden Donnerstag im Hamburger GOLEM, u.a. mit Beteiligung unseres Redaktionsmitglieds Niklas Dommaschk.
Gleich zwei Veröffentlichungen gilt es mit diesem Konzert zu feiern: „EARTH“ ist das siebte Album von Black To Comm, jüngst erschienen bei De Stijl. Auf dem Soundtrack zum gleichnamigen Experimentalfilm von Ho Tzu Nyen werden Marc Richters rätselhaft schillernde Soundcollagen aus Samples alter Shellac-Platten, flächigen Orgel-Sounds, field recordings und allerlei akustischen und elektronischen Instrumenten durch den unheimlichen Belcanto-Bariton des britischen Sängers Vindicatrix begleitet, der mit Songs irgendwo zwischen klassischem Kunstlied und Scott Walker an diesem Abend ebenfalls auftritt.
Eröffnet wird das Konzert vom Hamburger Duo Phantom Horse, die an diesem Abend ihr Debut-Album auf Dekorder feiern. Dabei gibt es experimentelle elektronische Musik zu hören, die Anleihen nimmt bei Krautrock, Kraftwerk und klassischer Minimal-Musik und doch nicht gestrig klingt – vielschichtig, rhythmisch komplex und mit einem Ohr doch immer auch beim Pop zu Hause.
Marc Richter, Electronics, Turntable, Stimme
David Aird, Gesang, Electronics
Ulf Schütte, Modular Synthesizer, Drum Machine
Niklas Dommaschk, Analog Synthesizer, E-Piano, Gitarre
Kommende Woche geht das LA FAMILIA Y AMIGOS Festival in die nächste Runde. Zum fünften mal versammelt sich der Dunstkreis des grundsympathischen Altin Village & Mine Labels in Leipzig zusammen mit internationalen Acts und feiert ein großes Familienfest mit allem Drum und Dran.
Neben dem wie immer exquisiten Bandprogramm gibt es Filme, Stände und ein hervorragendes Aftershowprogramm. Hier weiterlesen »
„It’s mostly tha voice“ – nichts beweist Gurus‘ altes Diktum besser als Charlotte Brandis glockenklares Organ, das eindeutig größte Geschenk an die Musikwelt diesen Frühjahres. Dabei hat das Berliner Duo Me and my drummer noch viel mehr zu bieten. Perfekten Pop zum Beispiel.
Den erkennt der anorganische Intellektuelle am unwiderstehlichen Drang zum lauten Mitsingen des doch noch völlig unbekannten Textes, dessen verdiente eingehende Exegese vom sich ungewohnt selbstständig gebärdenden Hinterteil endgültig verunmöglicht wird. Catchy as hell, kein Zweifel, aber auch gut? Hier weiterlesen »
Das dänische Duo mit dem strangen Namen Monkey Cup Dress beglückt die drei schönsten deutschen Städte mit Live-Auftritten. So – oder jedenfalls so ähnlich – sieht das dann aus:
Wir haben uns dazu entschieden, eine kreative Pause einzulegen. Mal verschnaufen, durchatmen, planen, Kräfte sammeln – sich also Zeit nehmen, die im regulären Redaktionsbetrieb nicht zur Verfügung steht.
Den Sommer werden wir dazu nutzen, einige Dinge zu ändern und nicht zuletzt uns redaktionell zu sortieren. Im Herbst wird OPAK #12 erscheinen, anders als bisher, neu und grundsätzlich überdacht.
Bis dahin läuft der Online-Betrieb weiter, auch über heftrelevante Dinge halten wir euch auf dem Laufenden.
Neben Beobachtungen zu Musik am Rand der Popkultur, schraubt Opak-Autor Nils Quak auch veritable Experimentalelektronik zwischen Ambient, Drone und Noise. Sein kürzlich erschienenes Album „Aether“ ist vollkommen am modularen Synthesizer entstanden und jedem Liebhaber langsam atmender, raumfüllender Tracks nur wärmstens zu empfehlen.
Erhätlich ist Aether auf der Bandcamp-Seite von Nils Quak: www.nqmusic.bandcamp.com/album/aether www.nhlsqaik.com
Procol Harums Hit “A Whiter Shade of Pale” und warum es nicht höflich ist, zu staunen, wenn Popmusiker Bach kennen.
“Vermögen Bach, Brahms, Schubert und Wagner nicht zu unterhalten? Sind Schlager denn niemals ernst?”
“Klar können erstere, sind letztere das. Was für alberne Fragen.” Hier weiterlesen »
Wie bereits berichtet erschien im März der erste Comicband „Roxanne & George“ unserer Comic-Autorin Carolin Walch. Mehr davon gibt es am kommenden Freitag, den 20. April im Buchladen Strips & Stories auf St. Pauli. Dort stellt Carolin Walch ab 19 Uhr ihren Comicband vor und signiert eure Exemplare.
Florida Jane von Christina Gransow und on:stop:off verwischt die Grenze zwischen Musikproduktion und Illustration.
Christina, Architektur und Stadt sind deine Themen. Was interessiert dich daran?
Christina: Ich habe mich intensiv mit den Ideen von Le Corbusier auseinandergesetzt, dem schweizerisch-französischen Architekten und Theoretiker. Er hatte eine Utopie entwickelt, eine Zukunftsvision einer neuen Idealstadt. Läuft man heute durch Gegenden, die mit dieser Vision etwas zu tun haben, stellt man fest, dass die Idee der Idealstadt oft zu ihrem Gegenteil geworden ist. Viele Gebäude der Nachkriegsmoderne werden ignoriert, abgerissen oder gelten als gescheiterte Experimente. Das finde ich interessant. Die Gebäude sind meiner Meinung nach wirklich schön und ich habe Spaß daran, sie zu zeichnen.
Manfred Mann bieten ihren Hit “Ha! Ha! Said the Clown” im Halbplayback dar und scheitern. Das gibt zu denken. Playback ist eine wunderliche Sache. Das Prinzip ist einfach: Es wird performt, aber die Musik, der Gesang oder auch beides werden eingespielt, ein Auftritt wird gemimt und, jetzt wird es seltsam, eine Darbietung dargeboten. Die Darstellenden sind dabei nicht zwangsläufig deckungsgleich mit den an der Aufnahme als Autoren, Instrumentalisten oder Sänger beteiligten Personen.